Arbeiter des Reifenwerks Tornel setzten ihren Streik am 1. Mai vor dem Centro Cultural del México Contemporáneo fort, wo Präsidentin Claudia Sheinbaum mit Gewerkschaftsführern zusammentraf. Sie prangerten Vertragsverletzungen und einen vorangegangenen bewaffneten Angriff an. Sie forderten ein direktes Eingreifen des Bundes, um den Konflikt beizulegen.
Der Streik bei Tornel begann am 23. März aufgrund angeblicher Verstöße gegen den Kollektivvertrag, darunter ausstehende Zahlungen und irreguläre Arbeitsbedingungen. Rund 400 Beschäftigte der Sindicato Independiente berichteten zudem von einem Schusswaffenangriff am 18. Februar, der mit dem Arbeitskampf in Verbindung stehen soll.
Am 1. Mai, anlässlich der Veranstaltungen zum Tag der Arbeit, protestierten sie vor dem Centro Cultural und skandierten: 'Claudia, hör zu, Tornel kämpft.' Sie warfen Arbeitsminister Marath Bolaños Untätigkeit vor, da er nicht effektiv vermittelt habe. Ihnen wurde der Zutritt zu Sheinbaums Treffen verwehrt, doch sie konnten mit dem Leiter des CFCRL, Alfredo Domínguez Marrufo, und dem Unterstaatssekretär für Inneres, César Yáñez, sprechen.
Sie fordern, dass Präsidentin Sheinbaum direkt interveniert, um ihre Rechte zu schützen und eine Einigung mit dem Unternehmen herbeizuführen. Der Protest reiht sich in andere Arbeitskämpfe ein, wie den siebenmonatigen Streik bei Nacional Monte de Piedad, und unterstreicht die anhaltende Prekarisierung und Schwäche der Gewerkschaften.