Lastkraftwagenfahrer der ANTAC und Landwirte der Nationalen Front zur Rettung des mexikanischen Landraums begannen am Montag, dem 6. April, einen landesweiten Streik mit Straßenblockaden in mehreren Bundesstaaten. Sie fordern mehr Sicherheit auf den Autobahnen, ein Ende der Erpressung und Unterstützung bei niedrigen Getreidepreisen. Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, dass die Regierung sich mit ihren Forderungen befasst, und rief zum Dialog auf.
Die Nationale Vereinigung der Lastkraftwagenfahrer (ANTAC) und die Nationale Front zur Rettung des mexikanischen Landraums riefen für den 6. April zu einem unbefristeten landesweiten Streik mit Blockaden an wichtigen Punkten der Bundesstraßen auf. Zu den betroffenen Standorten zählen unter anderem die Straße San Luis Río Colorado-Mexicali in Baja California, die Mautstelle La Venta auf der Autobahn Mexiko-Toluca im Bundesstaat Mexiko, die Bundesstraße 90 Pénjamo-La Piedad in Guanajuato und die Straße Córdoba-Veracruz in Veracruz.
Die Demonstranten fordern Sicherheit auf den Autobahnen angesichts von Raubüberfällen, Morden, Verschwindenlassen und Erpressung, hohe Betriebskosten aufgrund der Kraftstoffpreise, Korruption an Kontrollpunkten und Unterstützung für die Familien der Opfer. Die Landwirte fügen Forderungen nach höheren Preisen für Mais, Bohnen und andere Getreidearten aufgrund des weltweiten Überangebots hinzu und streben deren Herausnahme aus dem T-MEC sowie eine höhere Entschädigung an.
In ihrer morgendlichen Pressekonferenz betonte Präsidentin Claudia Sheinbaum: „No hay cerrazón del Gobierno, no es que no los hemos apoyado sino que también los recursos que tenemos no son infinitos“ (Die Regierung ist nicht verschlossen; es ist nicht so, dass wir sie nicht unterstützt hätten, aber unsere Ressourcen sind nicht unendlich). Das Regierungssekretariat berichtete von 3,412 Milliarden Pesos, die seit November 2025 an 40.910 Erzeuger ausgezahlt wurden, sowie von Vereinbarungen mit Landwirten aus Sinaloa. Die Nationalgarde kümmert sich um die Unsicherheit auf den Straßen.
Jeannet Chumacero, Sprecherin der ANTAC, prangerte Sabotageversuche durch Gerüchte über eine Streikabsage sowie eine einschüchternde Polizeipräsenz an. David Estévez, Präsident der ANTAC, bestätigte, dass die Blockaden definitiv seien, da es in den Verhandlungen keine Fortschritte gebe.