Die bolivianischen Sicherheitskräfte starteten am Samstag einen Einsatz, um blockierte Routen in La Paz und El Alto inmitten der seit drei Wochen andauernden Proteste gegen Präsident Rodrigo Paz zu räumen.
Der Einsatz mit dem Namen „Humanitärer Korridor der weißen Flaggen“ umfasste Polizei, Streitkräfte und schweres Gerät der bolivianischen Straßenbaubehörde. Bauminister Mauricio Zamora erklärte, das Ziel sei die Sicherstellung der Versorgung mit Lebensmitteln, Treibstoff und Medikamenten.
Die Proteste, die unter anderem von der Zentralvereinigung der bolivianischen Arbeiter und Anhängern von Evo Morales angeführt werden, haben zu Versorgungsengpässen und mindestens vier Todesfällen aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung geführt. Bei Zusammenstößen in El Alto und auf der Straße nach Oruro bewarfen Demonstranten die Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern, woraufhin diese mit Tränengas reagierte.
Präsident Rodrigo Paz Pereira dankte Argentinien für die Entsendung von Hercules-Flugzeugen zur Einrichtung einer Luftbrücke für die Lebensmittelversorgung. Paz erklärte, seine Regierung priorisiere den Dialog, warnte jedoch, dass „alles ein Limit hat“, während die Krise die Treibstoff- und Medikamentenversorgung beeinträchtigt.