Der mexikanische Verband der Frachtkraftfahrer (Antac) hat für April, im Anschluss an die Karwoche, zu Demonstrationen und Straßenblockaden aufgerufen. Grund hierfür ist das Ausbleiben von Maßnahmen gegen Erpressungen, Morde und Vermisstenfälle entlang der Straßen sowie die steigenden Benzinpreise. Präsident David Estévez kündigte den nationalen Streik für den 6. April an. Er dankte den Vertretern des Innenministeriums (Segob) für die Verhandlungen, betonte jedoch, dass bisher keine konkreten Fortschritte erzielt wurden.
Der mexikanische Verband der Frachtkraftfahrer (Antac) hat für den 6. April 2026, nach der Karwoche, einen landesweiten Streik angekündigt, um gegen die anhaltende Unsicherheit auf mexikanischen Autobahnen zu protestieren. In einem Video sagte Antac-Präsident David Estévez: „Damit man sieht, dass wir nicht so verantwortungslos sind, lassen wir die berühmte Karwoche verstreichen; dass alle ausgehen und in den Urlaub fahren können.“ Danach sollen aufgrund von Erpressungen, Morden, Vermisstenfällen und steigenden Benzinpreisen Straßenblockaden und Demonstrationen beginnen. Estévez räumte zwar „Anführungszeichen-Fortschritte“ durch die Proteste im letzten Jahr ein, von denen Lkw-Fahrer und Landwirte profitiert hätten, kritisierte jedoch die anhaltende Korruption sowie staatliche und kommunale Polizeikontrollpunkte, die seit dem Amtsantritt von Morena eingerichtet wurden, um Fahrer zu erpressen. Er fügte hinzu: „Die Unsicherheit nimmt kein Ende, die Korruption nimmt kein Ende. Sie haben die Kontrollpunkte, die so viel Schaden angerichtet haben, nicht beseitigt.“ Während er den Beamten des Innenministeriums (Segob) für die Vermittlung bei den Arbeitstisch-Gesprächen dankte, wies er darauf hin, dass es keine konkreten Maßnahmen gebe, wie etwa den Ankauf landwirtschaftlicher Produkte, um deren Verderben zu verhindern. Die Forderungen von Antac umfassen die Aufhebung staatlicher Beschränkungen bei polizeilichen Ermittlungen für eine bessere Verfolgung, ein dediziertes C5-Überwachungszentrum für den Gütertransport mit 24/7-Überwachung sowie den Einsatz von Drohnen zur Lokalisierung von Kriminellen. Zuvor hatten Antac und die Nationale Front zur Rettung des mexikanischen Landraums (FNRCM) Proteste während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko-Stadt angekündigt, um die Touristen auf diese Probleme aufmerksam zu machen.