Der neue Besitzer der Portland Trail Blazers, Tom Dundon, steht in der Kritik, weil er beim ersten Playoff-Heimspiel des Teams seit 2021 auf die üblichen T-Shirts verzichtet hat. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Berichte über umfassendere Sparmaßnahmen des Franchise die Runde machen. Spiel 3 gegen die San Antonio Spurs beginnt am Freitagabend bei einem ausgeglichenen Serienstand von 1:1.
Portland empfängt am Freitag Spiel 3 der Playoff-Erstrundenserie gegen die San Antonio Spurs. Es ist das erste Postseason-Heimspiel der Trail Blazers seit 2021. Nach dem Sieg Portlands in Spiel 2 auswärts steht es in der Serie 1:1. Die Fans werden jedoch keine T-Shirts auf ihren Sitzen vorfinden – ein traditionelles Giveaway bei Playoff-Spielen. Laut einer Stellungnahme des stellvertretenden Eigentümers in den sozialen Medien hat sich das Team aus Kostengründen für eine Alternative entschieden. Dundon, der das Franchise Ende März für kolportierte 4,25 Milliarden Dollar erwarb, besitzt auch das NHL-Team Carolina Hurricanes und gilt als sparsam. Einmal bemerkte er: „Wissen Sie, was ich tue, wenn ich einen Penny auf dem Boden sehe? Ich hebe ihn auf.“ Berichten zufolge gibt es weitere Einsparungen: So seien „Two-Way“-Spieler, der Teamfotograf und der digitale Reporter bei den Spielen 1 und 2 in San Antonio zu Hause geblieben, wie „The Rose Garden Report“ und „The Oregonian“ berichteten. Während eines Play-in-Spiels in Phoenix gegen die Suns checkte das Personal laut „Sports Illustrated“ früher aus den Hotelzimmern aus, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden. Dies führte dazu, dass der Team-Masseur keinen Platz mehr hatte und Interimstrainer Tiago Splitter unter Druck geriet, wie „The Athletic“ berichtete. Splitter hatte das Team nach der Verhaftung von Chauncey Billups im Zuge einer bundesweiten Glücksspielermittlung übernommen und zu einer Bilanz von 42-40 geführt. Dundon strebt angeblich ein Gehaltsobergrenze von 1,5 Millionen Dollar für den Cheftrainer an, was er jedoch dementierte und diesbezüglich bereits zahlreiche Kandidaten kontaktiert habe. Diese Maßnahmen stehen in krassem Gegensatz zum verschwenderischen Stil des verstorbenen Eigentümers Paul Allen. Angesichts der Strategie der neuen Führung bleiben Sorgen um die Bindung von Stars wie All-Star Deni Avdija bestehen, dessen teamfreundlicher Vertrag 2028 ausläuft.