Zwölf kenianische Gouverneure haben in ihren Haushaltsentwürfen für 2026/27 über 8 Milliarden Shilling für den Betrieb ihrer Büros zurückgestellt. Finanzunterlagen belegen dabei hohe Ausgaben für Luxusgüter auf Kosten von Entwicklungsprojekten. Diese Budgets machen einen beträchtlichen Teil der Zuweisungen für die Bezirke aus, wobei einige Gouverneure jeweils mehr als 400 Millionen Shilling veranschlagen. Eine Analyse zeigt, dass 43 Gouverneure in 47 Bezirken jährlich insgesamt 14,2 Milliarden Shilling ausgeben.
Zwölf Gouverneure, darunter Julius Malombe aus Kitui und Wavinya Ndeti aus Machakos, haben 8,2 Milliarden Shilling für ihre Büroausgaben vorgesehen. In Kitui stellte Malombe 2,39 Milliarden Shilling bereit, was 16,8 % des gesamten Bezirksbudgets entspricht und die Mittel für Bildung, Straßenbau, Landwirtschaft und Energie übersteigt.
Zu den weiteren Gouverneuren zählen Gladys Wanga aus Homa Bay (538,4 Millionen Shilling), Mohamed Mohamud Ali aus Marsabit (608,1 Millionen Shilling) und Mutula Kilonzo Jnr aus Makueni (516 Millionen Shilling). Diese Budgets decken Flugreisen, Beraterhonorare, Luxusverpflegung, Mobiliar und Transport ab.
Eine Untersuchung der Haushaltspläne aller 47 Bezirke ergibt, dass 43 Gouverneure jährlich 14,2 Milliarden Shilling für ihre Büros ausgeben. Dies entspricht 58 % der Zuweisungen für diese 43 Bezirke, während wichtige Sektoren wie Landwirtschaft, Wasserversorgung und Infrastruktur Kürzungen hinnehmen müssen.
Bezirke wie Bomet, Nyeri und Nyandarua haben jeweils weniger als 150 Millionen Shilling veranschlagt, was die unterschiedlichen Ausgabenprioritäten verdeutlicht.