Die USA und Indien stehen kurz vor dem Abschluss eines vorläufigen Handelsabkommens, doch bei Hülsenfrüchten und dem Tempo der Zollsenkungen gibt es weiterhin Differenzen. „Wir sind nicht mehr weit vom Abschluss des vorläufigen Handelsabkommens entfernt, aber einige Lücken bleiben bestehen“, sagte ein US-Beamter gegenüber The Hindu. Washingtoner Regierungsvertreter klären derzeit Details nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs.
Washington D.C. Die Verhandlungen zwischen den USA und Indien über ein vorläufiges Handelsabkommen schreiten voran, wenngleich weiterhin Uneinigkeiten über den Marktzugang für Hülsenfrüchte und den Zeitplan für Zollsenkungen bestehen. Ein US-Beamter erklärte kürzlich gegenüber The Hindu, dass die beiden Länder „nicht mehr weit“ von einer Einigung entfernt seien. Am 20. Februar entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass der International Emergency Economic Powers Act (IEEPA), die Grundlage für die von Präsident Donald Trump eingeführten Gegenzölle, unrechtmäßig angewendet wurde. Die Regierung prüft nun Alternativen, darunter „Special 301“-Untersuchungen durch den Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten (USTR). Indien möchte seinen Markt für Hülsenfrüchte schützen, während die USA auf einen besseren Zugang drängen – ein politisch heikles Thema für beide Seiten. Im vergangenen Monat führte ein Fact-Sheet des Weißen Hauses „bestimmte Hülsenfrüchte“ für Zollsenkungen auf, was in Indien für Kontroversen sorgte; es wurde später ohne diesen Verweis neu herausgegeben. Washington fordert zudem eine schnellere schrittweise Senkung der Zölle. Derzeit konzentrieren sich US-Beamte auf die im März eingeleiteten „Special 301“-Untersuchungen gegen Indien und andere Länder wegen Überkapazitäten in der Fertigung und Zwangsarbeit. Ein universeller Zoll von 10 % gemäß Section 122 wurde am 24. Februar eingeführt, befristet auf 150 Tage und bis zu einer Höhe von 15 %. Trump erwähnte im Februar eine mögliche Erhöhung auf 15 %, dazu kam es jedoch bisher nicht. Unterdessen unterstreicht die 14. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Kamerun vom 26. bis 29. März die Meinungsverschiedenheiten im Bereich E-Commerce, wobei Indien sich gegen ein dauerhaftes Moratorium für Zölle ausspricht.