Ubisoft ersetzt KI-generierten Ladebildschirm in Anno 117: Pax Romana

Ubisoft hat anerkannt, dass ein KI-generiertes Ladebildschirmbild versehentlich in den finalen Build von Anno 117: Pax Romana gelangt ist, und verspricht, es mit Patch 1.3 zu ersetzen. Das Unternehmen betonte, dass KI-Tools nur für das Prototyping verwendet werden, wobei aller finaler Inhalt menschliche Kunstfertigkeit widerspiegelt. Die Reaktion der Fans hebt Bedenken hinsichtlich Qualität und Ethik bei der Nutzung von KI für Spiel-Assets hervor.

Überblick über den Vorfall

Anno 117: Pax Romana, der neueste Wirtschafts-Stadtbauer von Ubisoft Blue Byte, der in der Antiken Rom spielt, startete mit einem unerwarteten Problem: einem KI-generierten Ladebildschirmbild, das Spieler schnell aufgrund von Anomalien wie verzerrten Gesichtszügen, fehlenden Gliedmaßen und unnatürlichen Proportionen erkannten. Im Juni 2024 für PC und Konsolen veröffentlicht, ist das Spiel das erste im Portfolio von Ubisoft, das eine 'KI-generierter Inhalts-Hinweis' auf seiner Steam-Seite enthält. Trotzdem löste das Bild Beschwerden aus, wobei Fans argumentierten, es untergrabe die premium Qualität, die vom Entwickler erwartet wird.

Reaktion von Ubisoft

In einer Stellungnahme an Kotaku erklärte Ubisoft: 'Dieses Bild war ein Platzhalter-Asset, das versehentlich durch unseren Überprüfungsprozess geschlüpft ist. Das finale Bild ist hier angehängt und wird die aktuelle Version dieses Kunstwerks mit dem bevorstehenden Patch 1.3 ersetzen. Mit Anno 117: Pax Romana als unserem ambitioniertesten Anno bisher haben wir das größte Team von Künstlern in der Geschichte der Franchise zusammengestellt und um dem einzigartigen Umfang des Projekts gerecht zu werden, nutzen sie KI-Tools für Iterationen, Prototyping und Erkundung. Jedes Element, das Spieler im finalen Spiel erleben, spiegelt das Handwerk, die Kunstfertigkeit und die kreative Vision des Teams wider.' Das Unternehmen bekräftigte sein Engagement für künstlerische Integrität inmitten der Kontroverse.

Reaktionen der Community und zusätzliche Bedenken

Spieler äußerten Frustration auf Steam und in sozialen Medien, wobei ein Rezensent sagte: 'Ich will nicht in einer Zukunft leben, in der jedes große Studio, das sich Künstler leisten könnte, stattdessen Künstler bestiehlt, indem es KI-generierte Bilder verwendet. KI-Tools sind schlecht für die Umwelt, schlecht für den Arbeitsmarkt, und darüber hinaus sehen die Bilder furchtbar aus, wirklich ein Augenkratzer in einem ansonsten wunderschönen Spiel.' Ein weiterer Fan kommentierte: 'Wenn sie billige Tools in ihrem Spiel verwenden, warte ich, bis das Spiel billig ist.'

Jenseits des Visuellen warfen einige Spieler vor, dass die Textlokalisierung des Spiels, insbesondere auf Deutsch, maschinell übersetzt wirkt und als 'KI-generierter Schrott' bezeichnet wird, trotz einer sechs Millionen Euro kulturellen Förderung vom deutschen Staat. Diese Probleme wurden bereits zwei Monate zuvor hervorgehoben, bestehen aber in der aktuellen Version fort.

Der Vorfall unterstreicht laufende Debatten im Gaming über die Rolle der KI, die Innovation mit traditioneller Kunstfertigkeit ausbalancieren, während Ubisoft die Erwartungen der Fans für seinen ambitionierten Titel navigiert.

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