Das britische Unterhaus führte am 3. November 2025 eine Debatte über verbesserte Verbraucherschutzmaßnahmen und Erhaltung von Videospielen durch, wobei der plötzliche Shutdown von Sonys Concord als zentrales Beispiel diente. Abgeordnete hoben die Notwendigkeit klarerer Informationen zur Spiellebensdauer beim Kauf hervor und bezogen sich auf den Digital Markets, Competition and Consumers Act 2024. Die Debatte, angeführt von Abgeordnetem Ben Goldsborough, thematisierte Bedenken der Stop Killing Games-Bewegung inmitten fehlender Pläne für neue Gesetze.
Überblick über die Debatte
Am 3. November 2025 debattierten Mitglieder des britischen Unterhauses über die Stärkung der Verbraucherrechte für Videospielkäufer, mit Fokus auf Schutz vor plötzlichen Spiel-Shut downs und der Erhaltung digitaler Inhalte. Die Diskussion wurde durch aktuelle Fälle im Live-Service-Gaming-Sektor angestoßen, wobei Sonys Hero-Shooter Concord als prominentes Beispiel diente. Concord wurde im August 2024 für PlayStation 5 und Windows PC veröffentlicht und nur zwei Wochen nach dem Launch aufgrund schlechter Rezeption eingestellt, obwohl Sony volle Rückerstattungen an Käufer leistete.
Abgeordneter Ben Goldsborough leitete die Debatte und berief sich auf die Ziele der Stop Killing Games-Bewegung, die nach dem Shutdown von Ubisofts The Crew entstanden. Er betonte die emotionalen und zeitlichen Investitionen der Gamer und erklärte: „Gamer empfinden immer noch ein tiefes Gefühl persönlichen Besitzes, weil sie mehr als nur Geld investieren. Sie investieren Zeit, Aufwand, Fantasie und Freundschaft. Wenn ein Spiel ohne Vorwarnung eingestellt wird, geht diese Investition verloren.“ Goldsborough wies auch auf den Beitrag der Branche von 7,6 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft und 75.000 Arbeitsplätzen hin und forderte Unterstützung für die Spielerhaltung als kulturelles Erbe.
Wichtige Beispiele und Gesetzgebung
Ein namenloser Abgeordneter zitierte Concord direkt und sagte: „Ein aktuelles Beispiel ist Concord, ein Spiel, das im August 2024 für PlayStation 5 und Windows veröffentlicht wurde. Nach einem enttäuschenden Launch traf Sony Interactive Entertainment die kommerzielle Entscheidung, es einzustellen. Zu ihrem Verdienst haben sie alle Käufe erstattet, aber das ist nicht immer der Fall.“ Andere genannte Titel umfassten The Crew, das die Stop Killing Games-Initiative und eine Klage auslöste, sowie Anthem, dessen Server später im Jahr 2025 eingestellt werden sollen.
Abgeordnete begrüßten den Digital Markets, Competition and Consumers Act 2024, der in diesem Jahr in Kraft trat und klare Informationen zur Langlebigkeit digitaler Produkte vorschreibt. Dennoch wurden Bedenken hinsichtlich der Verantwortlichkeiten von Verlagen bei Akquisitionen oder Schließungen geäußert, was durch Forderungen nach „natürlicher Gerechtigkeit“ konterkariert wurde, die anhaltenden Zugriff auf gekaufte Spiele ermöglichen. Trotz starker Unterstützung durch Abgeordnete gibt das Regierungsbriefing an, dass keine Absicht besteht, bestehende Gesetze wie den Consumer Rights Act 2015 zu ändern, da die aktuellen Schutzmaßnahmen ausreichen.