Das US-Berufungsgericht für den District of Columbia hat die Berufung Argentiniens zurückgewiesen und die Verpflichtung zur Zahlung von fast 391 Millionen Dollar an das Titan Consortium wegen der Enteignung von Aerolíneas Argentinas im Jahr 2008 bestätigt.
Das Urteil vom Dienstag bestätigt eine erstinstanzliche Entscheidung aus dem Jahr 2024, die den Schiedsspruch des ICSID aus dem Jahr 2017 anerkannte. Argentinien muss 390,9 Millionen Dollar zuzüglich Zinsen zahlen.
Der Fall nahm seinen Anfang, als der Staat Aerolíneas Argentinas und Austral enteignete, die damals von der spanischen Marsans-Gruppe kontrolliert wurden. Das ICSID ordnete eine anfängliche Zahlung von 320 Millionen Dollar zuzüglich Gebühren und Zinsen an.
Die Klagerechte gingen von Burford Capital an das Titan Consortium über, das im Jahr 2021 in Washington D.C. Klage auf Vollstreckung des Schiedsspruchs einreichte. Argentinien machte Verjährung geltend, doch die Gerichte wiesen dieses Argument zurück.
Der Fonds kann nun Schritte einleiten, um argentinisches Vermögen in den Vereinigten Staaten zu identifizieren, wie etwa Garantien für Brady-Bonds bei der Federal Reserve Bank of New York.