Die Regierung Venezuelas hat nach schweren Erdbeben im Bundesstaat La Guaira die Kontrolle an die Streitkräfte übergeben. Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei 920.
Am Mittwoch trafen Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 den Norden Venezuelas. La Guaira, wo sich der internationale Flughafen und der wichtigste Seehafen befinden, wurde am schwersten getroffen.
Am Freitag erschütterte ein Nachbeben der Stärke 4,9 die Nordküste. Die Regierung schloss die Zufahrtsstraßen, um Bergungsarbeiten zu erleichtern und Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Mehr als 3300 Menschen wurden verletzt, rund 50.000 gelten als vermisst. Tausende Obdachlose suchen in Parks und an Straßenrändern Schutz.
Deutschland schickte Hilfsflüge mit Experten des Technischen Hilfswerks. Die Ölproduktion bleibt bei 1,2 Millionen Barrel pro Tag unbeeinträchtigt.