Die venezolanische Regierung meldete am Montag 1719 Tote und 5034 Verletzte durch die Erdbeben vom 24. Juni. Internationale Organisationen und Länder wie Argentinien, Israel und China entsenden Hilfe, während die Rettungsarbeiten andauern.
Die Behörden bestätigten, dass die Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 mindestens 855 Gebäude beschädigt haben, von denen 189 vollständig eingestürzt sind. Mehr als 600 Nachbeben wurden verzeichnet, darunter eines der Stärke 4,2 am Montagmorgen.
Parlamentspräsident Jorge Rodríguez legte die offizielle Bilanz vor und wies darauf hin, dass die UN von bis zu 50.000 Vermissten ausgehen. Der Hafen von La Guaira wurde wiedereröffnet, um humanitäre Hilfe entgegenzunehmen, die von dem Schiff der US Navy, der USS Fort Lauderdale, geliefert wurde.
Delcy Rodríguez kündigte an, dass das Wohnungsbauministerium noch vor Jahresende Wohnraumlösungen für die Betroffenen schaffen werde. Mehrere Länder, darunter Argentinien mit Rettungsteams und Hunden sowie China mit Hilfsgütern im Wert von 14,7 Millionen Dollar, beteiligen sich an den Unterstützungsmaßnahmen.
Internationale und lokale Rettungskräfte setzen die Suche in La Guaira und Caracas fort, wo ein elfjähriges Mädchen die Rettungskräfte zu ihrer Familie führte, bevor sie gemeinsam mit ihrer Mutter starb.