Außenminister Johann Wadephul hat nach seiner Südamerikareise eine zügige Erhöhung des Rohstofffonds für Seltene Erden gefordert. Er traf sich in Brasília mit seinem brasilianischen Amtskollegen Mauro Vieira.
Wadephul betonte, dass China bereits präsent sei und die Vereinigten Staaten nachkämen. „Deswegen dürfen wir jetzt nicht allzu lange in der Wartehalle bleiben, sondern müssen vorangehen“, sagte er.
Der Fonds soll ein Volumen von bis zu einer Milliarde Euro erreichen. Die KfW hat bereits erste Projekte unterstützt, um deutsche Unternehmen unabhängiger von Lieferungen vor allem aus China zu machen.
Brasilien gilt als wichtiger Handelspartner Deutschlands in Südamerika. Wadephul lobte zudem das Mercosur-Abkommen als „Gamechanger“, das Anfang Mai vorläufig in Kraft getreten war.