Der Krieg in Westasien hat die Lieferketten unterbrochen, was bei Nestlé India zu Verpackungsengpässen und einem Rückstau von Maggi-Nudeln in einer Produktionseinheit geführt hat. Bisleri hat den Preis für seine 1-Liter-Flasche von 18 auf 20 Rupien erhöht. Automobilhersteller wie Maruti Suzuki planen angesichts steigender Kosten Preiserhöhungen für Kleinwagen.
Der Krieg in Westasien stört die Lieferketten in ganz Indien und führt zu Engpässen bei Verpackungsmaterialien. Branchenkreisen zufolge sieht sich Nestlé India aufgrund dieser Einschränkungen mit einem Rückstau von Maggi-Instantnudeln in mindestens einer Produktionseinheit konfrontiert. Ein Sprecher von Nestlé India lehnte eine Stellungnahme zum Verpackungsmangel ab. Eingeschränkte Lieferungen und höhere Materialpreise, beispielsweise für Kunststoffe, haben die Produktion in den Fabriken für Konsumgüter (FMCG) verlangsamt. Bisleri hat den Preis seiner 1-Liter-Flasche angesichts gestiegener Verpackungskosten um 11,1 % auf 20 Rupien erhöht. Ein großer Coca-Cola-Abfüllfranchisenehmer hat laut Branchenkreisen mögliche Preiserhöhungen angedeutet. Auch Automobilhersteller reagieren mit Preisanpassungen. Der Vertriebschef von Maruti Suzuki, Partho Banerjee, sagte gegenüber Reportern: „Wir werden eine Entscheidung treffen, aber leider steigen die Rohstoffpreise sehr stark an. Wir müssen dies weitergeben, daher werden wir in Kürze darauf zurückkommen.“ Tata Motors erhöhte die Preise zum 1. April um 0,5 % bis 1,5 %, während die BMW Group India und Mercedes-Benz die Preise um bis zu 2 % anhoben. Das Ministerium für Schwerindustrie forderte die Unternehmen in einem vom Reuters gemeldeten Schreiben vom 25. März dazu auf, den Fabrikbetrieb von erdölbasierten Brennstoffen auf Strom umzustellen und recyceltes Aluminium zu verwenden. Der HSBC India Manufacturing PMI fiel im März von 56,9 im Februar auf 53,9, den niedrigsten Stand seit über vier Jahren, wobei die Kosteninflation den höchsten Stand seit 43 Monaten erreichte.