Roberto Farias Thomaz, 19, verschwand während einer Nachtwanderung am Pico do Paraná im Bundesstaat Paraná in den frühen Stunden des 1. Januar 2026. Er war mit einem kürzlich kennengelernten Freund unterwegs, als er sich auf dem Abstieg nach einem leichten Aufstieg zum Sonnenaufgang vom Rest der Gruppe trennte. Intensive Suchaktionen mit Feuerwehr, Freiwilligen und Hubschraubern laufen inmitten widersprüchlicher Versionen in sozialen Medien.
Roberto Farias Thomaz, Student der Betriebswirtschaft an der Bundesuniversität Paraná (UFPR) und Techniker für Arbeitssicherheit, verschwand am Pico do Paraná, dem höchsten Punkt im Süden Brasiliens mit 1.877 Metern. Der junge Mann, als aktiv und gesellig beschrieben, lernte Thayane Smith, ebenfalls 19, am 31. Dezember 2025 an einem Busbahnhof in Curitiba kennen. Sie kannten sich weniger als einen Monat und beschlossen, am Punkt A1 im Parque Estadual Pico Paraná zu campen, um den Sonnenaufgang 2026 zu sehen.
Um 3 Uhr morgens am 1. Januar wachte die Gruppe auf, um ohne Rucksäcke oder schwere Ausrüstung den Gipfel zu erreichen, eine gängige Praxis bei erfahrenen Wanderern. Auf dem Abstieg in einem felsigen Abschnitt konnte Roberto nicht mehr folgen. Laut Thayanes erster Schilderung fühlte er sich unwohl, und sie ging weiter zum Basislager trotz Warnungen, ihn nicht allein zu lassen. Andere Wanderer suchten nach ihm, vergeblich.
Roberts Handy war beim Jahreswechsel nass geworden und blieb im Zelt. Thayane wird in sozialen Medien angegriffen, sie behauptet, vollständige Aufzeichnungen der Wanderung zu haben, die sie nach Abschluss des Falls veröffentlichen wird. Der Bergsteiger Leandro Pierroti, der freiwillig an den Suchaktionen teilnahm, widersprach in einem viralen Video den Vereinfachungen im Netz. Er berichtete, Thayane sei mit zwei Läufern vorausgegangen, während ein Dritter bei Roberto blieb, der nur müde war, nicht schwer krank. „Sie sagten, er sei müde, aber nicht erbrechend oder in schwerem Zustand“, sagte Pierroti. Es gab keinen großen Streit, nur kleinere Meinungsverschiedenheiten im Lager.
Die Zivilpolizei von Paraná eröffnete am 3. Januar eine Untersuchung, ohne bisherige Hinweise auf ein Verbrechen. Familie, Thayane und Bergsteiger wurden befragt, Aussagen abgeglichen. Die Suchaktionen, unter den komplexesten im Park wegen dichter Vegetation, wechselhaftem Wetter und möglicher Alternativrouten, umfassen Feuerwehr, Freiwillige und Hubschrauber. Das Institut für Wasser und Erde (IAT) hat Wege wie Caratuva, Pico Paraná, Getúlio und Itapiroca seit dem 3. Januar gesperrt, um die Operationen zu priorisieren.