Ein bachelor’s pass in den National Senior Certificate-Prüfungen in Südafrika markiert eine Mindestschwelle, sichert aber keinen Zugang zu Universitätsprogrammen. Universitäten verlassen sich auf ein wettbewerbsfähigeres Admission Point Score-System, wodurch Tausende qualifizierter Matriculants ohne Plätze bleiben. Alternative Wege existieren für diejenigen, die knapp danebenliegen.
Jedes Jahr feiern Tausende südafrikanischer Matriculants den Erhalt eines bachelor’s pass im National Senior Certificate (NSC) und gehen davon aus, dass dies einen Universitätsplatz sichert. Allerdings bleiben mehr als 10.000 solcher Schüler aufgrund strengerer Universitätskriterien ohne Zulassung. nnDer bachelor’s pass erfordert mindestens 40 % in der Hauptsprache, 50 % in vier anderen Fächern (ohne Life Orientation), 30 % in der Unterrichtssprache und 30 % in einem zusätzlichen Fach. Dieses Minimum ergibt einen Admission Point Score (APS) von 23 Punkten. Dennoch fordern die meisten Universitätsprogramme mindestens 28 APS-Punkte, wobei wettbewerbsintensive Bereiche wie Gesundheitswissenschaften, Handel und Ingenieurwesen deutlich höhere Scores benötigen, oft bis zu 35, einschließlich spezifischer Mindestleistungen in Mathematik und Physik. nnUniversitäten rangieren Bewerber jenseits des Minimums und priorisieren stärkere Profile bei begrenzten Plätzen. Daher garantiert selbst das Erreichen grundlegender APS-Schwellen keinen Eintritt; der Wettbewerb unter Bewerbern entscheidet. nnFür die mit niedrigem APS, aber bachelor’s pass, gibt es Optionen wie erweiterte Universitätsprogramme mit einem Brückenjahr oder Verlängerung des Studienabschlusses auf vier Jahre. Technische Universitäten verlangen typischerweise 25-26 APS für Diplome oder Higher Certificates. Technical Vocational Education and Training (TVET)-Colleges bieten praxisnahe Wege ab Grade 12, mit Stipendien über Sektorbehörden und die Colleges selbst. Private Einrichtungen bieten Alternativen, allerdings zu höheren Kosten. Matriculants können Prüfungen im Juni oder November wiederholen, ohne die Schule zu besuchen. nnProfessorin Zanele Ngcobo und Professorin Nicky Roberts betonen den Wechsel von veralteten Mythen wie der 30 %-Erfolgsnotion hin zu APS-Realitäten. Sie raten Schülern in Klasse 10 und 11, ihren aktuellen APS aus Berichten zu berechnen, Universitätsprospekte zu prüfen und Verbesserungsziele für zukünftige Bewerbungen zu setzen. nnDieses Verständnis schließt die Lücke zwischen NSC-Erfolgen und Zugang zum Tertiärbereich und leitet Schüler, Eltern und Lehrer zu realistischen Wegen.