Südafrikanische Autofahrer werden ab dem 1. Juli 2026 im Rahmen der AARTO-Regelungen mit einem neuen punktebasierten System konfrontiert. Ziel des Systems ist es, die Verkehrssicherheit durch Sanktionen für Verkehrsverstöße zu verbessern.
Das System zur verwaltungsrechtlichen Beurteilung von Verkehrsverstößen (Administrative Adjudication of Road Traffic Offences), das von der Road Traffic Infringement Authority betrieben wird, sieht die Vergabe von ein bis sechs Punkten pro Verstoß vor. Fahrer beginnen bei null Punkten; das Erreichen von 15 Punkten kann zu einem dreimonatigen Führerscheinentzug für jeden weiteren Punkt führen.
Drei solcher Suspendierungen können die vollständige Entziehung der Fahrerlaubnis zur Folge haben. Auch Unternehmen werden für Verstöße ihrer Mitarbeiter bei der Nutzung von Firmenfahrzeugen zur Rechenschaft gezogen.
Autofahrer haben 32 Tage Zeit, einen Bußgeldbescheid zu bezahlen, um einen Rabatt von 50 Prozent zu erhalten. Eine Nichtzahlung führt zu zusätzlichen Gebühren und Sperren im eNaTIS-System für Führerscheinangelegenheiten.
Die Einführung war ursprünglich für 2021 geplant, verzögerte sich jedoch aufgrund rechtlicher Anfechtungen und technischer Probleme. Sie bildet nun die zweite Phase des AARTO-Rahmenwerks.