Der jordanische Tennisspieler Abdullah Shelbayh unterbrach sein Erstrundenmatch beim Madrid Challenger, nachdem er von Zuschauern mit rassistischen Beleidigungen und Drohungen konfrontiert wurde. Offizielle riefen die Polizei, die eine Person festnahm und die Gruppe des Platzes verwies. Shelbayh verlor das Match, bewahrte aber in der Situation die Ruhe.
Der 22-jährige Jordanier Abdullah Shelbayh, die Nummer 301 der ATP-Weltrangliste, trat am Dienstag in der ersten Runde des Madrid Challenger gegen den an Nummer fünf gesetzten Zsombor Piros an. Nach dem Verlust des ersten Satzes mit 1:6 und dem Gewinn des zweiten Satzes mit 6:2 lag Shelbayh im dritten Satz mit 0:3 zurück, als eine Gruppe von Zuschauern rassistische Beleidigungen und Drohungen gegen ihn richtete. Laut der spanischen Zeitung Marca verwechselten die Störer aufgrund der ähnlichen Farben die jordanische Flagge mit der palästinensischen Flagge, was zu unangemessenen Bemerkungen führte, die die Feindseligkeit auf dem Platz eskalieren ließen. Shelbayh unterbrach das Spiel und forderte den Schiedsrichter auf: „Werft ihn raus“, woraufhin die Offiziellen schnell handelten. Die örtliche Polizei traf ein, nahm einen Zuschauer fest und geleitete die anderen aus dem Stadion. Die Turnierveranstalter entschuldigten sich und bekräftigten ihr Engagement für die Sicherheit und den Respekt gegenüber Spielern bei der Veranstaltung. Obwohl Shelbayh in drei Sätzen verlor, hat der Vorfall Sicherheitslücken bei Turnieren auf Challenger-Ebene aufgezeigt, die oft weniger strenge Sicherheitsvorkehrungen haben als ATP-Turniere. Shelbayh, der erste Jordanier mit einer ATP-Platzierung, trainierte an der Rafa Nadal Academy und wird derzeit von Fernando Verdasco betreut. Seine besonnene Reaktion stieß inmitten von Forderungen nach einem stärkeren Schutz auf Lob.