Der siebzehnjährige Deividas Bandzevicius wurde nach seinem 6-4, 4-6, 7-6(5)-Sieg gegen Emiliano Bratomi in einem ITF-J60-Erstrundenspiel disqualifiziert. Nach dem entscheidenden Tiebreak-Erfolg warf Bandzevicius seinen Schläger in die Luft, woraufhin dieser in Richtung seines Gegners flog. Die Offiziellen werteten die Aktion gemäß den ITF-Regularien als körperlichen Übergriff, wodurch das Spielergebnis annulliert wurde.
Bandzevicius entschied das kräftezehrende Dreisatz-Match bei einem Stand von 6-5 im Tiebreak des dritten Satzes nach einem spektakulären Ballwechsel für sich. Von Emotionen überwältigt warf er unmittelbar danach seinen Schläger in die Luft, der jedoch über das Netz in Richtung Bratomi segelte. Der Gegner konnte dem Schläger mit seinem eigenen Racket ausweichen und hielt sich vor Schreck die Knie, während Bandzevicius die Hände hob, um sich zu entschuldigen und anzuzeigen, dass der Vorfall möglicherweise unbeabsichtigt war. Trotz fehlender offensichtlicher Absicht, jemanden zu verletzen, wurde er vom Oberschiedsrichter sofort disqualifiziert. Der Vorfall, der in einem viralen Video festgehalten wurde, hat in den sozialen Medien eine hitzige Debatte ausgelöst. Ein Tweet von Tennis Legend vom 9. April bezeichnete die Entscheidung als streng, erkannte jedoch gleichzeitig an, dass die Geste des Spielers ungeschickt war. Die Fans sind geteilter Meinung; einige hinterfragen die Härte der Bestrafung, da Unklarheit darüber herrscht, ob der Schläger einen Treffer landete. Die ITF-Regeln stufen das rücksichtslose Werfen eines Schlägers in Richtung einer anderen Person als körperlichen Übergriff ein, definiert als unbefugte Berührung eines Gegners oder Offiziellen. Die Offiziellen betonten, dass das Verhalten schwerer wiege als das Spielergebnis, ein Grundsatz, der auf allen Spielebenen konsequent angewendet wird. Dies erinnert an frühere Fälle, wie die Disqualifikation von Novak Djokovic bei den US Open 2020, nachdem dieser unbeabsichtigt eine Linienrichterin getroffen hatte.