Landwirtschaftsministerin Martha Carvajalino gab bekannt, dass der Gesetzentwurf zur Agrarrechtsprechung aufgrund mangelnder Zeit in der laufenden Legislaturperiode faktisch archiviert wurde und am 20. Juli erneut eingebracht wird.
Landwirtschaftsministerin Martha Carvajalino äußerte sich heute im Kongress der Republik zum Status des Gesetzentwurfs zur Agrarrechtsprechung. Sie wies darauf hin, dass das Projekt angesichts der verbleibenden zwei Sitzungen in dieser Legislaturperiode praktisch auf Eis liegt. Carvajalino erklärte, dass der Entwurf vor dem 20. Juni in den Plenen von Abgeordnetenkammer und Senat verabschiedet und dem Vermittlungsausschuss vorgelegt werden muss, da er sich seit zwei Jahren im Prozess befindet und die verfassungsmäßige Frist abläuft. Daher wird die nationale Regierung den Entwurf am 20. Juli dem neuen Kongress erneut vorlegen. Die Ministerin führte aus, dass es seit 2017 mehr als 35.000 Agrarverfahren in Verwaltungsstreitigkeiten gibt, von denen sich mehrere in einer faktischen Aussetzung befinden, sowie mehr als 23.000 Verfahren bezüglich Landbesitz und mehr als 2.500 in der streitigen Gerichtsbarkeit. Sie betonte, dass die Regierung den Gesetzentwurf überarbeiten und dabei Prinzipien wie den Schutz von Frauen im ländlichen Raum und den agrarischen Besitz aufnehmen werde.