AmCham warnt vor Handelsrisiken durch US-Untersuchung zu Zwangsarbeit

Die Amerikanisch-Kolumbianische Handelskammer hat vor möglichen Auswirkungen auf kolumbianische Exporte nach einer Entscheidung des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten gewarnt.

Nachdem der USTR festgestellt hat, dass es in Kolumbien kein umfassendes gesetzliches Verbot für den Import von Waren gibt, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden, wies AmCham Colombia auf Risiken für den bilateralen Handel hin. Der Bericht stufte das Land in eine Gruppe ohne wirksame Kontrollmechanismen ein. Infolgedessen schlug der USTR einen zusätzlichen Zoll von 12,5 % für diese Volkswirtschaften vor, wobei die Maßnahme derzeit noch in der öffentlichen Konsultation ist und noch nicht in Kraft getreten ist. AmCham merkte an, dass Wettbewerber wie Mexiko, Kanada und Ecuador einem vorgeschlagenen Zoll von 10 % gegenüberstehen würden, was einen Nachteil darstellt. Zu den am stärksten betroffenen Sektoren zählen Blumen, verarbeiteter Kaffee, Kakao, Palmöl, Textilien, Nickel und Frischobst. „Das Problem ist nicht nur die Zollerhöhung um 12,5 %, sondern die Lücke von 2,5 Prozentpunkten gegenüber direkten Wettbewerbern wie Mexiko, Kanada und Ecuador“, erklärte AmCham.

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