Der Politikanalyst Gustavo Córdoba warnte, dass das US-Eingreifen in Venezuela mit reichlich Öl Investitionen in Vaca Muerta, eine Schlüsselformation Argentiniens, gefährdet. Córdoba erklärte, dies mindere Argentiniens Priorität für Washington und verändere die internationale Ordnung.
Der Politikanalyst Gustavo Córdoba äußerte Bedenken über die Auswirkungen der jüngsten Enteignung venezolanischen Öls durch die US-Regierung unter Präsident Donald Trump. In Aussagen zu Radio Continental betonte Córdoba, dass diese Maßnahme «mehrfache, direkte und indirekte Auswirkungen» auf Argentinien haben werde. Ein direkter Effekt sei laut Experten die Gefährdung von Investitionen in Vaca Muerta. « Dass die USA nun über abundantes Öl aus Venezuela verfügen, bringt Investitionen in Vaca Muerta in Gefahr », sagte Córdoba. Er erläuterte, dass die Chancen in diesem Gebiet von Neuquén stark von den Vereinigten Staaten als Hauptabnehmer abhingen, venezolanisches Öl sei nun aber « sehr leicht in den USA zu verkaufen, besonders jetzt mit dieser Enteignung ». Zudem wies Córdoba auf einen politischen Effekt hin: Argentinien sei nicht länger Priorität für Washington oder Trump. « Offenbar gibt es eine neue internationale Ordnung. Es gibt eine neue Art, wie die USA sich in der Welt verhalten », schloss der Berater. Diese Aussagen fallen inmitten des US-Eingriffs in Venezuela, der regionale und globale Energiedynamiken verändert. Die Vaca-Muerta-Formation hat durch ihr Schieferölpotenzial Investitionen angezogen, doch das Überangebot an venezolanischen Lieferungen könnte ihren Reiz für ausländische Investoren, insbesondere aus den USA, mindern.