Der Inlandsverbrauch Argentiniens endete 2025 mit einem leichten Anstieg von 1,3 % während der Weihnachtsferien, so Salvador Femenia, Pressesekretär der CAME. Dennoch hat die formelle Beschäftigung seit Beginn der Milei-Regierung über 240.000 Stellen verloren, mit anhaltenden Herausforderungen bei Reserven und Wechselkursstabilität. Experten wie Roberto Rojas betonen die Notwendigkeit, Dollar anzuhäufen, um 2026 fällige Schulden zu bedienen.
Das Jahresende 2025 brachte gemischte Signale für die argentinische Wirtschaft. Salvador Femenia erklärte in einem Interview mit Canal E, dass die Jahresendumsätze um 1,3 % im Vergleich zu 2024 stiegen, wenngleich er diesen Aufschwung als „ziemlich diskret und asketisch“ bezeichnete. Der durchschnittliche Bon blieb nahezu gleich, mit niedrigerwertigen Käufen, aber in größerer Stückzahl, getrieben durch Kreditkartenverwendung bei verschuldeten Haushalten und engen Limits. „90 % der Händler haben sich mit Rabatten und Angeboten stark ins Zeug gelegt“, hob Femenia hervor.
Im Arbeitsmarkt war das Jahr dramatisch: „Unter der Regierung Milei bis dato sind mehr als 240.000 Stellen verloren gegangen, zumindest formell.“ Femenia unterstrich die Bedeutung, legale Beschäftigung zu fördern, um Arbeitnehmer und das Rentensystem zu stärken. Gegenüber 2024 ergab der Konsum bis November einen kumulierten Zuwachs von 3,4 %, nach vorherigen starken Rückgängen.
Für 2026 bleiben Unsicherheiten durch restriktive Geldpolitik und politische Zweifel bestehen, obwohl die Regierung ihre Mehrheit im Kongress gefestigt hat. Femenia betonte den Bedarf an privaten Investitionen: „Argentinien braucht private Investitionen, um die Konjunktur zu beleben, und dafür muss der Rahmen geschaffen werden.“
Der Ökonom Roberto Rojas analysierte derweil das neue Wechselregime, das 2026 startete. Der anfängliche Anstieg des offiziellen Dollars könnte eine Überreaktion des ersten Tags sein, doch die Kernherausforderung liegt im Reservenaufbau: „Die eigentliche Herausforderung für die Regierung ist, die benötigten Dollars für Reserven anzusammeln und auch Kapital sowie Zinsen der Auslandsschulden zu tilgen.“ Die Nettosammlung durch Außenhandel liegt bei rund 3 Milliarden Dollar nach Abzug von Tourismus und Zinsen. Zur Fälligkeit am 9. Januar ist die Regierung knapp liquide, verfügt aber über ein 7-Milliarden-Dollar-Repo mit Banken. Rojas warnte, dass die Monatsinflation bei 2 bis 3 % verbleiben wird, was für die Makroökonomie weiterhin ein hohes Niveau darstellt.