Der argentinische Agroexportsektor hat die Fortschritte unter Präsident Javier Mileis Regierung im Jahr 2025 gelobt und die makroökonomische Stabilisierung, Vorhersehbarkeit bei Wechselkursen und Inflation sowie Reduzierungen der Getreideexportabgaben hervorgehoben. Gustavo Idígoras, Leiter der CIARA und CEC, sah eine stabilere Politik für 2026 zugunsten der Landwirtschaft voraus. Diese Schritte brachten positive Signale inmitten eines Jahres intensiver Veränderungen.
Gustavo Idígoras, Präsident der argentinischen Kammer der Ölsaatenindustrie (CIARA) und des Zentrums der Getreideexporteure (CEC), hob die Bemühungen der Javier-Milei-Regierung 2025 hervor, die Makroökonomie zu vereinfachen – essenziell für den Agrarsektor. In einem Interview in der Sendung Nuestra Tierra bei Radio Perfil nannte Idígoras das Jahr „extrem aktiv und veränderungsreich“, aber mit positiven Faktoren wie relativ günstigen Wechselkursen und Inflation.
Bei den Exportabgaben merkte Idígoras an, dass die Senkungen mit temporären Kürzungen von Januar bis 30. Juni begannen. Nach Mileis Auftritt auf der Rural-Messe wurden sie endgültig. Im Oktober kam ein Nullabgaben-Regime hinzu, gefolgt von weiteren Absenkungen für Soja, Mais, Weizen, Gerste und Sonnenblumen. „Exportabgaben sind eine lange Straße, die weiter abwärts gepflastert werden muss“, sagte er.
Für 2026 erwartet der Sektor mehr Stabilität mit vorhersehbaren Wechselkursen und Inflation gemäß dem Plan der Zentralbank. Idígoras sprach auch internationale Herausforderungen an, wie rasche Änderungen in den europäischen Abwaldregulierungen, die Verschiebung des EU-Mercosur-Abkommens auf Januar 2026 wegen Protesten und die Unsicherheit durch Donald Trumps Zollkrieg. Das zwang argentinische Firmen, täglich mit Käufern in Thailand, Malaysia, Indonesien und Vietnam zu verhandeln, wo US-Positionen argentinische und brasilianische Produkte verdrängen wollen. Chinas Rolle im argentinischen Markt gewinnt in diesem Szenario an Bedeutung.