Indiens Streitkräfte prüfen den Einsatz von Biogasherden sowie den Ausbau von Solar- und Windenergie, um angesichts der durch den Iran-Krieg ausgelösten globalen Energiekrise Flüssiggas (LPG) und Treibstoff einzusparen. Wie Beamte gegenüber The Indian Express erklärten, werden in Kürze Aufträge zur Beschaffung von Biogasherden durch die Armee eingeleitet. Auch Einschränkungen bei Fahrzeugbewegungen werden derzeit diskutiert.
Indiens Streitkräfte ergreifen Maßnahmen zur Einsparung von Flüssiggas (LPG) und Treibstoff angesichts der globalen Energiekrise, die aus dem Iran-Krieg resultiert, so hochrangige Beamte gegenüber The Indian Express. Aufträge zur Beschaffung von Biogasherden sind in Vorbereitung und werden in Kürze von der Armee in die Wege geleitet. Derzeit sind 125-135 Gramm Gas pro Soldat und Tag für das Kochen autorisiert. Die Einheiten der Armee verbrauchen täglich etwa 156.000 kg Kochgas, wobei Biogas potenziell 20 Prozent, also 30.000 kg, einsparen könnte. Zu den Diskussionen gehört auch die Beschränkung großer Armeekonvois für administrative Zwecke auf 400 km, wobei darüber hinaus verstärkt die Bahn genutzt werden soll. „Die Umsetzung begrenzter Beschränkungen für routinemäßige Fahrzeugbewegungen der Armee, ohne die operative Effizienz zu beeinträchtigen, wird derzeit beraten“, sagte ein Beamter. Dies beinhaltet Fahrgemeinschaften, die Zusammenlegung von Diensten und die Förderung von zivilen Transportmitteln mit CNG oder Elektroantrieb. Operative Flüge bleiben davon unberührt, routinemäßige Flüge könnten jedoch optimiert werden. Im Dezember letzten Jahres wurde über Pläne berichtet, 46.000 Acres an Verteidigungsland für Solar- und Biogasanlagen zu nutzen. Im Oktober 2024 ging die NTPC eine Partnerschaft mit der Armee für ein 200kW-Solar-Wasserstoff-Mikronetz in Chushul in Ladakh ein, um Dieselgeneratoren zu ersetzen.