ATP-Doppelspieler wehren sich gegen Pläne zur Verkleinerung der Teilnehmerfelder bis 2028

Führende ATP-Doppelspieler haben in einer gemeinsamen Erklärung gegen den Vorschlag der Organisation protestiert, die Teilnehmerfelder im Doppel bei großen Turnieren ab 2028 zu halbieren. Der Plan sieht zudem vor, den Anteil des Preisgeldes für Doppelkonkurrenzen bei Standardturnieren von 20 auf 10 Prozent zu kürzen.

Die ATP stellte die Änderungen im Laufe dieser Woche bei einem Treffen im All-England Club vor. Dem Vorschlag zufolge sollen bei ATP-1000-Turnieren im Doppel nur noch 16 Teams antreten, während bei kleineren Turnieren das Feld auf acht Teams reduziert werden soll.

Die Doppelspieler bezeichneten den Schritt als Bedrohung für die Identität des Sports. In ihrer Stellungnahme betonten sie, dass das Doppel ein wesentlicher Bestandteil des Tennis sei, und warnten davor, dass die Änderungen es Spielern außerhalb der Top 30 unmöglich machen würden, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Der Trainer Calvin Betton nannte den Plan abscheulich und stellte dessen Beweggründe infrage. Pierre-Hugues Herbert, zum Zeitpunkt der Ankündigung die Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste, postete in den sozialen Medien, dass ein stärkerer Sport nicht durch die Schaffung von weniger Möglichkeiten aufgebaut werde.

Bei der WTA Tour sind derzeit keine ähnlichen Änderungen in Planung. Der Vorschlag der ATP wird weiter diskutiert, eine endgültige Entscheidung wurde bisher nicht gemeldet.

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