Das Außenministerium von Bangladesch hat den amtierenden indischen Hochkommissar einbestellt und offiziellen Protest gegen die Äußerungen des Ministerpräsidenten von Assam, Himanta Biswa Sarma, eingelegt. Die Generaldirektorin für Südasien, Ishrat Jahan, übermittelte am Donnerstag den Standpunkt Dhakas. Indische Beamte erklärten, dass die Ansichten von Sarma nicht die Regierung repräsentieren.
Das Außenministerium von Bangladesch hat den amtierenden indischen Hochkommissar Pawan Badhe am Donnerstag einbestellt und offiziellen Protest gegen die Äußerungen des Ministerpräsidenten von Assam, Himanta Biswa Sarma, eingelegt. Laut einem offiziellen Bericht in bangladeschischen Medien übermittelte die Generaldirektorin für Südasien, Ishrat Jahan, den Standpunkt Dhakas an den indischen Diplomaten.
In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb Sarma vergangene Woche, dass 20 ausländische Staatsbürger in Assam festgenommen und nach Bangladesch zurückgeschoben wurden. „Unhöfliche Menschen verstehen keine sanfte Sprache. Daran erinnern wir uns ständig, wenn wir Eindringlinge aus Assam ausweisen, die nicht freiwillig gehen. Zum Beispiel diese 20 illegalen Bangladescher, die letzte Nacht ZURÜCKGESCHOBEN wurden“, schrieb Sarma.
Ishrat erklärte gegenüber dem Diplomaten, dass derartige Äußerungen den Geist der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern untergraben. Sie bezeichnete die Bemerkungen als „abfällig“ für die Beziehungen zwischen Bangladesch und Indien und mahnte zur Zurückhaltung bei sensiblen bilateralen Themen.
Indische Beamte in Delhi sagten, dass die Ansichten von Sarma nicht die Position der Regierung widerspiegeln. Indien arbeitet daran, die Beziehungen zur neuen Regierung von Bangladesch unter der BNP-Führung und Premierminister Tarique Rahman zu stabilisieren, und Quellen merkten an, dass solche Äußerungen das Klima belasten. Indien hat den ehemaligen Unionsminister Dinesh Trivedi zum Hochkommissar für Bangladesch ernannt, um die Beziehungen zu stärken.