Die Banque de France hat ihre Prognosen für das BIP-Wachstum aufgrund steigender Energiepreise infolge des Nahostkonflikts auf 0,9 % für 2026 und 0,8 % für 2027 gesenkt. Diese Anpassung basiert auf einem Hauptszenario mit vorübergehenden Preissteigerungen bei Kohlenwasserstoffen. Zudem erwartet die Zentralbank für dieses Jahr eine Inflationsrate von 1,7 %.
Die Banque de France hat am Mittwoch ihre aktualisierten makroökonomischen Projektionen veröffentlicht, die durch den Nahostkonflikt und die anhaltende Blockade der Straße von Hormus beeinflusst werden, welche die Ölpreise auf über 100 US-Dollar pro Barrel getrieben hat. In ihrem Hauptszenario, das als das am wenigsten pessimistische gilt, wird das BIP-Wachstum für 2026 nun auf 0,9 % prognostiziert, nach zuvor 1 % im Dezember. Für 2027 sinkt der Wert von zuvor 1 % auf 0,8 %. „Die Wirtschaftsaktivität erwies sich Ende 2025 als widerstandsfähiger als erwartet und sollte dies den jüngsten Unternehmensumfragen zufolge auch im ersten Quartal 2026 bleiben“, schätzt die Zentralbank. „Doch der Anstieg der Energiepreise und die Verschlechterung des geopolitischen Umfelds würden danach auf der französischen Wirtschaft lasten“, fügt sie hinzu. Die Inflation wird für 2026 bei 1,7 % erwartet (nach 0,9 % im Jahr 2025) und danach bei 1,4 % im Jahr 2027, bedingt durch nachlassende Energiepreise. Das Wachstum würde sich 2028 wieder auf 1,2 % erholen, angetrieben durch Exporte und die private Inlandsnachfrage, bei einer Inflationsrate von 1,6 %. Die Banque de France skizziert zwei weitere negative Szenarien: ein intermediäres Szenario mit einer Inflation von 2,5 % im Jahr 2026 und einem Wachstum von 0,6 % in diesem Jahr sowie 0,8 % im Jahr 2027; im schlimmsten Fall liegen die Werte bei 3,3 % Inflation und 0,3 % Wachstum im Jahr 2026 sowie 0,4 % im Jahr 2027. Dies folgt auf die Abwärtskorrektur durch Insee am Dienstag für das erste Halbjahr 2026 auf 0,2 % pro Quartal.