Das Biotech-Unternehmen Biontech plant den Abbau von bis zu 1860 Stellen in Deutschland. Es schließt mehrere Produktionsstandorte und stellt die Corona-Impfstoff-Produktion noch dieses Jahr ein. Nur reine Bürostandorte bleiben erhalten.
Das Mainzer Unternehmen Biontech schließt mehrere Produktionsstandorte in Deutschland und beendet die Corona-Impfstoff-Produktion noch in diesem Jahr. Bis zu 1860 Arbeitsplätze sollen wegfallen, was etwa 22 Prozent des Personals betrifft. Derzeit beschäftigt Biontech rund 8400 Mitarbeiter. Die Aktie fiel nach der Ankündigung um fünf Prozent.
Der Umbau reagiert auf die gesunkene Nachfrage nach Corona-Impfstoffen in Europa und den USA seit dem Pandemieende. Zusätzlich nennt das Unternehmen neue Produktionskapazitäten durch die Übernahme des Tübinger Rivalen Curevac und Partnerschaften mit US-Pharmakonzernen wie Pfizer und Bristol Myers Squibb als Grund.
Die Herstellung des Covid-Impfstoffs wird vollständig an Pfizer übertragen, während Bristol Myers Squibb die Produktion des Krebsmedikaments Pumitamig übernimmt, das sich noch in der Entwicklung befindet. Die Erlöse aus Impfstoffen teilen sich Pfizer und Biontech etwa gleichmäßig.
Bis Ende 2027 sollen die Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie die Standorte von Curevac geschlossen werden. Für die betroffenen Standorte prüft Biontech Verkaufsoptionen, um den Stellenabbau abzufedern.