Werksleiter André Thierig hat auf der Hannover Messe verkündet, dass der Krankenstand in der Tesla-Fabrik in Brandenburg nun bei weniger als fünf Prozent liegt. Er kündigte zudem 1000 neue Stellen an und sprach von Effizienzsteigerungen. Zuvor hatte die Fabrik 1700 Beschäftigte verloren.
André Thierig, Werksleiter der Tesla-Gigafabrik in Brandenburg, teilte auf der Hannover Messe mit, dass der Krankenstand derzeit unter fünf Prozent liegt. „Ich glaube, da würden viele Unternehmen neidisch drauf schauen, hätten sie das geschafft“, sagte er.
Früher war der Ausfall durch Krankheit ein großes Problem. Im Juli 2023 beklagte Thierig auf einer Betriebsversammlung, in seiner Fabrik sei „kein Platz“ für Mitarbeiter, die morgens „nicht aus dem Bett“ kämen. Im August 2024 erreichte der Krankenstand 17 Prozent, worauf Thierig und Personalchef Erik Demmler krankgeschriebene Beschäftigte unangekündigt zu Hause aufsuchten.
Tesla hat Maßnahmen ergriffen, um die Bindung zu stärken: ein Mitarbeiter-Aktienprogramm, ein Fitnessstudio, einen Barbershop und die Möglichkeit, einen Tesla für 25 Euro pro Tag zu mieten. Thierig beschreibt einen veränderten Geist in der Fabrik und spricht von „Drehen an der Effizienzschraube“.
Diese Entwicklungen ermöglichen nun die Einstellung von 1000 neuen Mitarbeitern, nachdem zuvor 1700 Stellen abgebaut wurden. Beschäftigte zeigen hohe Loyalität, etwa indem sie bereits in Arbeitskleidung zur Arbeit kommen: „Die Leute finden es geil.“