In Addis Abeba erklärte Dr. Kanisius Kanagire, geschäftsführender Direktor der African Agricultural Technology Foundation, am 10. März 2018 (Fana), dass die Biotechnologie ein wichtiger Motor für die Ernährungssicherheit und -souveränität Afrikas sei. In einem Interview mit Fana Digital betonte er die Notwendigkeit, sie auf dem Feld anzuwenden, um die Produktivität zu steigern.
Dr. Kanisius Kanagire, geschäftsführender Direktor der African Agricultural Technology Foundation (AATF), erklärte in einem Interview mit Fana Digital in Addis Abeba, dass die Biotechnologie ein wichtiger Motor für die Ernährungssicherheit und -souveränität in Afrika sei. Er betonte, wie wichtig es sei, sie in der Praxis anzuwenden, um die Ernteerträge und die Produktivität zu steigern. Um dem Klimawandel, der Dürre, Schädlingen und der geringen Produktivität entgegenzuwirken, seien bereits Erfolge in der Praxis zu verzeichnen. In Äthiopien hat die biotechnologische Forschung an Mais und Weizen am Bio- und Nano-Engineering Technology Institute gute Ergebnisse erzielt, darunter zahlreiche Demonstrationssorten, so Kanagire. Neue Agrartechnologien bergen zwar ein großes Potenzial für die Umgestaltung der afrikanischen Landwirtschaft, doch sie erfordern integrierte Beratungsdienste, um Informationslücken bei den Landwirten zu schließen. Die Stiftung arbeitet daran, das Vertrauen der Afrikaner in die Technologie zu stärken. Kanagire sprach sich dafür aus, die Landwirtschaft als Motor für den sozioökonomischen Wandel zu positionieren, indem wir unsere eigenen Veränderungen mit unseren eigenen Ressourcen finanzieren. Sich ausschließlich auf externe Hilfe zu verlassen, kann die Ernährungssysteme nicht nachhaltig stärken, da viele der derzeitigen Initiativen von Bettlern betrieben und extern finanziert werden. Forschungseinrichtungen sollten die Biotechnologie an den afrikanischen Kontext anpassen, um lokale landwirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen.