Britischer NGO-Leiter klagt gegen US-Einreiseverbot ein

Der in den USA lebende Brite Imran Ahmed, Leiter des Center for Countering Digital Hate, hat gegen ein Einreiseverbot geklagt, das die US-Regierung gegen ihn und vier weitere Europäer verhängt hat. Die Sanktionen zielen auf Aktivisten ab, die sich gegen Hass im Internet einsetzen. Ein Richter hat eine vorläufige Verfügung erlassen, die Ahmeds Festnahme untersagt.

Imran Ahmed, der das Center for Countering Digital Hate (CCDH) mit Sitz in London und Washington, D.C. leitet, besitzt eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in den USA. Er erklärte: "Ich kämpfe gegen meine unrechtmäßige Abschiebung aus meinem Heimatland." Die Klage richtet sich gegen Außenminister Marco Rubio, Unterstaatssekretärin Sarah Rogers, Justizministerin Pam Bondi und Heimatschutzministerin Kristi Noem.

Die US-Regierung stuft Ahmed und vier weitere Europäer als "radikale Aktivisten" ein und wirft ihnen vor, Teil eines "weltweiten Zensurindustriekomplexes" zu sein – ohne Belege. Rogers bezeichnete Ahmed als "wichtigen Komplizen" der Biden-Regierung bei angeblichen Versuchen, die Regierung gegen US-Bürger einzusetzen, ebenfalls ohne Untermauerung.

Betroffen sind neben Ahmed die Britin Clare Melford von der Global Disinformation Index sowie Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon von HateAid in Berlin. Auch der ehemalige EU-Kommissar Thierry Breton fällt unter das Verbot. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nannte die Sanktionen "nicht akzeptabel". Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) versprach Unterstützung und betonte: "Wer das als Zensur bezeichnet, stellt unser rechtsstaatliches System falsch dar."

Hintergrund sind die Maßnahmen der EU-Kommission gegen US-Plattformen wie Google, Meta und X im Rahmen des Digital Services Act (DSA), der illegale Inhalte löschen lässt. Kürzlich verhängte die EU eine Strafe von 120 Millionen Euro gegen X wegen Transparenzmängeln – die erste DSA-Sanktion.

Ein Bundesrichter erließ eine einstweilige Verfügung gegen Ahmeds Verhaftung oder Abschiebung. Die nächste Anhörung ist für Montag geplant. Das Außenministerium hat noch nicht reagiert.

Verwandte Artikel

Dramatic illustration of US border officials denying entry to HateAid leaders amid censorship dispute.
Bild generiert von KI

USA verhängen Einreiseverbote gegen HateAid-Führung

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Die USA haben Einreiseverbote gegen die Leiterinnen der deutschen Organisation HateAid verhängt, die sich gegen Hass im Netz einsetzt. Grund ist die angebliche Zensur US-amerikanischer Online-Plattformen. Betroffen sind zudem ein ehemaliger EU-Kommissar und britische NGO-Vertreter.

British Imran Ahmed, head of the Center for Countering Digital Hate, has filed a lawsuit against the Trump administration over sanctions threatening his expulsion from the United States. These measures target five Europeans accused of censorship harming US interests in tech regulation. The European Union condemns the sanctions as unjustified and is considering retaliation.

Von KI berichtet

Building on yesterday's State Department announcement, visa restrictions target five Europeans accused of coercing U.S. tech platforms into censoring American speech. New details highlight their organizations' roles in digital regulation, while Europe decries the move as an attack on sovereignty.

U.S. Immigration and Customs Enforcement officers have arrested several Somali nationals in Minneapolis as part of a targeted immigration enforcement operation. The effort focused on people with deportation orders and criminal convictions, including gang-related activity and sexual offenses, according to the Department of Homeland Security and statements reported by The Daily Wire.

Von KI berichtet Fakten geprüft

The U.S. Department of Justice has opened a civil-rights investigation into a pro-Palestinian protest that surrounded a Manhattan synagogue during an event on Jewish immigration to Israel, after demonstrators reportedly blocked access and chanted hostile and antisemitic slogans. Assistant Attorney General for Civil Rights Harmeet Dhillon announced the probe on social media, while New York City officials offered sharply contrasting responses.

Federal authorities arrested Montclair residents Tomas Kaan Jimenez-Guzel and Milo Sedarat this week in a widening investigation tied to ISIS-inspired activity that also produced arrests in Michigan and Washington, officials and court filings indicate.

Von KI berichtet Fakten geprüft

A federal judge in Maryland has temporarily barred immigration officials from re-detaining Kilmar Abrego Garcia, one day after she ordered him freed from an ICE facility in Pennsylvania, amid an escalating legal fight over his deportation and detention.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen