Washington verbietet Visa für fünf Europäer, darunter Thierry Breton

Die Trump-Regierung hat Visumsanktionen gegen fünf europäische Persönlichkeiten angekündigt, die an strenger Technologieregulierung beteiligt sind, darunter der ehemalige französische Kommissar Thierry Breton, der Zensur zugeschrieben wird, die US-Interessen schadet. Paris hat die Maßnahme scharf verurteilt und die europäische digitale Souveränität verteidigt. Diese Entscheidung passt in eine breitere Offensive gegen EU-Regeln für Online-Plattformen.

Am 23. Dezember 2025 rechtfertigte das US-Außenministerium das Visumverbot für diese fünf Personen mit der Anschuldigung von «Zensur»-Handlungen, die US-Interessen schaden. Die Ankündigung erfolgte schrittweise: zunächst ein anonymes Kommuniqué, gefolgt von einem Post auf X von Außenminister Marco Rubio und dann die Enthüllung der Namen durch Unterstaatssekretärin Sarah Rogers.

Unter den Betroffenen führt Thierry Breton die Liste an, ehemaliger EU-Kommissar für den Binnenmarkt von 2019 bis 2024 und Architekt des Digital Services Act (DSA). Die anderen vier sind Vertreter von NGOs: Imran Ahmed, Leiter des in Großbritannien ansässigen Center for Countering Digital Hate; Clare Melford, Leiterin des britischen Global Disinformation Index (GDI); sowie Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon von der deutschen NGO HateAid.

«Zu lange haben europäische Ideologen Handlungen koordiniert, um amerikanische Plattformen zu zwingen, amerikanische Meinungen zu sanktionieren, die sie ablehnen», schrieb Marco Rubio auf X. Er fügte hinzu: «Die Trump-Regierung wird diese offensichtlichen Akte extraterritorialer Zensur nicht mehr tolerieren».

Frankreich reagierte scharf: «Frankreich verurteilt aufs Schärfste die von den Vereinigten Staaten verhängte Visumrestriktion gegen Thierry Breton [...] und vier weitere europäische Persönlichkeiten», postete Außenminister Jean-Noël Barrot auf X. «Die Völker Europas sind frei und souverän und können sich keine Regeln für ihren digitalen Raum von anderen aufzwingen lassen».

Dieser Zusammenstoß unterstreicht die eskalierenden Spannungen. Washington kritisiert die EU-Pflichten für Plattformen als Angriffe auf die Redefreiheit, insbesondere nach der 140-Millionen-Dollar-Strafe für X Anfang Dezember. Die jüngste US-National Security Strategy richtet sich gegen Europa wegen seiner «Zensur» und anderer Politik. Bereits im Februar kritisierte Vizepräsident JD Vance den Rückzug der Redefreiheit in Europa, und im Mai wurden Visumrestriktionen für «Zensoren» angekündigt. Ein kürzliches Memo zielt auch auf H-1B-Visa für Content-Moderatoren ab.

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