Eine Delegation aus Buenos Aires reist zum Grand Prix in Miami im nächsten Monat, um mit Vertretern von Liberty Media über eine mögliche Rückkehr der Formel 1 zu sprechen. Die Verantwortlichen wollen Fortschritte bei der Neugestaltung der Rennstrecke Autodromo Oscar y Juan Galvez präsentieren und streben eine Chance ab 2027 an. Die Strecke wird bereits für ein MotoGP-Rennen im Jahr 2027 umgebaut.
Der Sportminister von Buenos Aires, Fabian Turnes, erklärte, dass die Stadt alle von den Formel-1-Verantwortlichen festgelegten Anforderungen erfülle, einschließlich der technischen und betrieblichen Standards, die von Tilke empfohlen wurden. Ein erstes Treffen fand bereits letztes Jahr beim Grand Prix in Miami statt, und nun laufen die Bauarbeiten am Autodromo Oscar y Juan Galvez, deren Abschluss für Dezember erwartet wird. Das Projekt umfasst zwei Phasen: die erste für eine 4,3 km lange Strecke, auf der im nächsten Jahr die MotoGP gastiert, und eine zweite, die den Kurs auf fast 5 km für die Formel 1 erweitert. Die Behörden ziehen in Erwägung, die Formel-1-Erweiterung vorzuziehen, um ihr Engagement vor den Gesprächen zu unterstreichen. Turnes merkte an, dass angesichts von rotierenden Veranstaltungsorten und des Konflikts im Nahen Osten, der zur Absage von Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien führte, mehrere aktuelle Formel-1-Verträge auslaufen. Dies könnte einen Platz im Kalender für 2027 schaffen, wobei 2028 realistischer erscheint. Eine Homologation der Kategorie 1 wurde beantragt, und geringfügige Änderungen sind in Arbeit. Der argentinische Fahrer Franco Colapinto, der 2024 bei Williams debütierte, bevor er zu Alpine wechselte, verleiht dem Vorhaben zusätzlichen Schwung. Er plant für bald eine Demonstrationsfahrt auf den Straßen von Buenos Aires, die zeitlich vor dem Treffen in Miami stattfinden soll, um die lokale Begeisterung für die Formel 1 hervorzuheben. Turnes beschrieb dies als ein weiteres Teil, das ins Puzzle passt. Argentinien war zuletzt 1998 Gastgeber eines Formel-1-Grand-Prix.