Die FIA, die Formel 1, die Teams und die Hersteller von Antriebseinheiten haben sich nach einem Treffen am Montag einstimmig auf Anpassungen des Reglements für 2026 geeinigt. Die Änderungen konzentrieren sich auf das Energiemanagement, um das Qualifying wettbewerbsfähiger zu gestalten und die Sicherheit zu erhöhen. Die meisten Aktualisierungen treten ab dem Großen Preis von Miami in Kraft.
Die FIA hielt am Montag ein wichtiges Treffen mit der Formel 1, Teamchefs, Technikverantwortlichen und Herstellern von Antriebseinheiten ab, um das technische Reglement für 2026 nach den ersten drei Saisonläufen zu präzisieren. Es herrschte breiter Konsens darüber, die Leistung im Qualifying sowie die Sicherheit zu verbessern, insbesondere im Anschluss an die hohen Geschwindigkeiten beim Unfall von Oliver Bearman in Japan. Grundlegende Überarbeitungen wurden ausgeschlossen, da die Offiziellen trotz einiger Beschwerden über das „Yo-Yo-Racing“ keine fundamentalen Probleme im Rennbetrieb feststellten. Alle Änderungen bedürfen lediglich der Zustimmung des World Motor Sport Council. Die primären Anpassungen zielen auf die Energierückgewinnung und -bereitstellung ab. Die Grenzwerte für das „Super Clipping“ steigen ab Miami von 250 Kilowatt auf 350 Kilowatt, was eine stärkere Energierückgewinnung bei Vollgas ermöglicht – eine Anpassung, auf die McLarens Andrea Stella zuvor gedrängt hatte. Die Energiegewinnung im Qualifying sinkt von 8 Megajoule auf 7 Megajoule, um das „Super Clipping“ auf 2 bis 4 Sekunden pro Runde zu begrenzen und die Fahrer näher ans Limit zu bringen. Die Leistung bleibt in Schlüsselzonen bei 350 Kilowatt, fällt andernorts jedoch auf 250 Kilowatt, wobei der „Race Boost“ auf +150 Kilowatt gedeckelt wird, um übermäßige Geschwindigkeitsunterschiede zu begrenzen und gleichzeitig Überholmöglichkeiten zu erhalten. Zusätzliche Maßnahmen betreffen Rennstarts und nasse Bedingungen. Ein neues System zur Erkennung von Starts mit geringer Leistung wird in Miami getestet und löst bei langsam beschleunigenden Autos automatisch den MGU-K-Einsatz sowie Warnleuchten aus, um Auffahrunfälle zu vermeiden, ohne einen Vorteil zu verschaffen. Die Sicherheit bei Regen wird durch wärmere Heizdecken für Intermediates, eine reduzierte ERS-Leistung und vereinfachte Rückleuchten erhöht. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem lobte die gemeinschaftlichen Anstrengungen. „Sicherheit und sportliche Fairness bleiben die höchsten Prioritäten der FIA“, sagte er und dankte den Teams, Fahrern und Herstellern. Mercedes-Teamchef Toto Wolff forderte ein Vorgehen mit dem „Skalpell statt mit dem Baseballschläger“, während Max Verstappen auf größere Änderungen für 2027 blickt.