Formel-1-CEO Stefano Domenicali äußerte sich zuversichtlich, dass die Rennserie ihr neues technisches Reglement für 2026 anpassen wird, um auf die Bedenken von Fahrern und Fans einzugehen. Er hob die Zunahme von Überholmanövern und das wachsende weltweite Interesse trotz Problemen in den Qualifyings hervor. Interessengruppen treffen sich, um kurzfristige Änderungen vor dem Großen Preis von Miami umzusetzen.
Die Formel 1 führte für 2026 bedeutende technische Änderungen ein, die eine nahezu ausgeglichene Aufteilung zwischen Verbrennungsmotor und Hybridantrieb, nachhaltige Kraftstoffe, aktive Aerodynamik sowie kleinere, leichtere Autos mit reduziertem Anpressdruck betonen. Diese Regeln haben die Überholmanöver in den ersten drei Saisonrennen in Australien, China und Japan verstärkt, aber auch Sorgen hinsichtlich der Qualifying-Performance aufkommen lassen. Fahrer müssen in schnellen Kurven vom Gas gehen und rollen lassen, um Batterien aufzuladen, was die Sessions abschwächt. Höhere Geschwindigkeitsunterschiede trugen zudem zu einem Hochgeschwindigkeitsunfall des Haas-Fahrers Oliver Bearman in Japan bei, wie aus Rennberichten hervorgeht. F1-Kennzahlen zeigen positive Trends mit ausverkauften Veranstaltungen, höheren Zuschauerzahlen und einem Anstieg der TV-Einschaltquoten um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Schlüsselmärkten. Fanumfragen deuten auf eine große Begeisterung für die zusätzliche Rennaction hin, sagte Domenicali in einem Interview mit Autosport in London. Im exklusiven Gespräch mit Autosport betonte Domenicali, die Meisterschaft sei auf dem richtigen Weg und verfüge über ein solides Fundament. 'Ich sehe ein unglaubliches Ergebnis hinsichtlich der positiven Resonanz der breiten Fanbasis bezüglich der Auswirkungen auf das Renngeschehen', sagte er. Er erkannte die Kritik am Qualifying an und verwies auf die laufende Zusammenarbeit mit Fahrern, Teams und der FIA für Anpassungen ohne Panik. Treffen in dieser und der nächsten Woche zielen auf Änderungen vor Miami ab, wobei der Fokus auf Qualifyings mit voller Leistung und Sicherheitsbedenken der Fahrer liegt. Das Reglement entstand aus den Anforderungen der Hersteller vor fünf Jahren, um Elektrifizierung und Verbrennungsmotoren in Einklang zu bringen, was Audi, Ford, General Motors und Honda anzog, während Renault ausstieg. Domenicali tat unbegründete Kritik als wirkungslos ab und verteidigte die Zuwächse bei den Überholmanövern, indem er sie mit Kraftstoffspartaktiken der Turbo-Ära der 1980er Jahre und dem früheren Einsatz von DRS verglich. 'Überholen ist Überholen', betonte er.