Der erste Vor-Saison-Test der Formel 1 in Bahrain hat Spaltungen unter den Fahrern bezüglich der Fahrtauglichkeit der 2026er Autos offenbart, wobei Max Verstappen sie als 'Formula E on steroids' bezeichnete aufgrund des intensiven Energiemanagements. McLarens Andrea Stella forderte Sicherheitsanpassungen für Renneinläufe und Überholmanöver, während Mercedes' George Russell dazu riet, den Regeln Zeit zur Weiterentwicklung zu geben. Die Tests zeigten starkes Tempo der Top-Teams wie Mercedes, Ferrari und McLaren.
Der Vor-Saison-Test der Formel 1 2026 auf der Bahrain International Circuit, der drei Tage vom 11. bis 13. Februar umfasste, zeigte die Herausforderungen der neuen Regeln. Die Autos beziehen nun fast 50 % der Leistung aus Elektromotoren, was zu komplexen Strategien bei der Energiegewinnung und -bereitstellung führt, die mehrere Fahrer frustrierten. Max Verstappen von Red Bull Racing beschrieb die Autos als 'not a lot of fun' und 'anti-racing' und merkte an, dass Fahreingaben stark die Energieniveaus beeinflussen. 'A lot of what you do as a driver has a massive effect on the energy side of things', sagte er. 'For me, that's just not Formula 1.' Er verglich das Erlebnis mit der Formula E, wo Energieeffizienz zentral ist, und warnte vor schlimmeren Problemen auf energieintensiven Strecken wie Melbourne. McLaren-Teamchef Andrea Stella hob Sicherheitsbedenken hervor, einschließlich Verzögerungen beim Turbolader-Anlaufen bei Renneinläufen, die zu Stillständen führen könnten, gefährlichen Lift-and-Coast-Manövern auf Geraden und reduzierten Überholmöglichkeiten ohne DRS. 'We are talking about safety on the grid', betonte Stella. 'This is a bigger interest than any competitive interest.' Er schlug Anpassungen wie verlängerte Startprozeduren und höhere Grenzen für elektrische Leistung vor, um Risiken zu mindern, die in der kommenden F1-Commission-Sitzung besprochen werden sollen. Im Gegensatz dazu fand der amtierende Champion Lando Norris von McLaren die Autos 'a lot of fun' und eine 'good challenge' und wies Beschwerden zurück, indem er auf die hohen Gehälter der Fahrer hinwies. George Russell von Mercedes lobte das leichtere, agilere Chassis, räumte aber ein, dass Kurven bei niedrigen Drehzahlen sich 'like a bit of a handbrake' anfühlen. Lewis Hamilton nannte die Systeme 'ridiculously complex' und erfordere einen 'degree to fully understand'. Renensimulationen zeigten starkes Tempo von Mercedes (Kimi Antonelli und Russell), Ferrari (Charles Leclerc und Lewis Hamilton) und McLaren (Oscar Piastri und Norris), während Mittelfeld-Teams wie Haas und Alpine mehr als eine Sekunde zurücklagen. Ferrari führte die Zeiten am Tag 2 an, während Antonelli am Tag 3 die Bestzeit fuhr. Formula-E-CEO Jeff Dodds lud Verstappen zum Jeddah E-Prix ein und spottete, dass dessen Gen4-Auto besser zu seinen Vorlieben passen könnte. Der Test legte die Wachstumsschmerzen der Regeln offen, wobei Teams rasche Entwicklungen vor dem Großen Preis von Australien am 8. März erwarten.