Beim Vor-Saisonstest in Bahrain für die Formel-1-Saison 2026 hatten Fahrer Schwierigkeiten mit neuen Rennstart-Prozeduren, während Mercedes politische Prüfung wegen des Verdichtungsverhältnisses seines Motors erfuhr. George Russell beschrieb seine Übungsstarts als schlechter denn je und betonte die durch Regeländerungen eingeführte Komplexität. Eine Online-Abstimmung unter Herstellern klärt Bedenken zur Motorkonformität.
Der F1-Vor-Saisonstest 2026 in Bahrain hat zwei große Probleme in den Fokus gerückt: überarbeitete Rennstart-Prozeduren und Debatten über Motorregelungen. Änderungen am Startverfahren, die durch die Entfernung des MGU-H aus den Power Units notwendig wurden, verlangen von den Fahrern, ihre Motoren mindestens 10 Sekunden hochzudrehen, um den Turbolader anzuspulen. Dies hat die Starts komplexer gemacht und die Meinungen gespalten. McLaren-Chef Andrea Stella forderte Anpassungen für mehr Sicherheit, während Lewis Hamilton sagte, sie seien nicht gefährlich. Mercedes-Fahrer George Russell sagte am Freitag: „Die zwei Starts, die ich diese Woche gemacht habe, waren schlechter als mein schlechtester Start in der Formel 1, und Lewis da unten auf P11 kam auf P1.“ Er fügte hinzu, dass ein guter Start von der Linie entscheidend für Rennsiege sei, das Team aber bei der Prozedur stolpere. Sein Teamkollege Kimi Antonelli merkte an, dass Ferraris Power Unit bei Starts stark wirkte, Mercedes jedoch mit Änderungen Fortschritte machte und das Gefühl am Ende des Feldes verbesserte. McLarens Oscar Piastri beschrieb die Starts als zufällig, was bis zu sieben Startpositionen kosten könne. Er sagte: „Ich war Letzter, aber ich denke, ich habe vier Autos überholt. Also ist es im Moment einfach sehr zufällig.“ Piastri erwartet Variabilität in den frühen Rennen, aber Konvergenz mit der Zeit. Mercedes steht separat wegen des Verdichtungsverhältnisses seines Motors in der Kritik, das in statischen Tests das 16:1-Limit einhält, es aber auf der Strecke überschreitet. Das Team hat die FIA während der Entwicklung einbezogen, wobei Single-Seater-Direktor Nikolas Tombazis kein Betrügen bestätigte. Rivalen Audi, Honda und Ferrari suchten Klärung, was zu einer Online-Abstimmung über Tests von Motoren bei 130 Grad Celsius ab 1. August neben Kaltentests führte. Mercedes-Chef Toto Wolff verteidigte den Ansatz: „Wir haben alle Zusicherungen, dass das, was wir getan haben, den Regeln entspricht.“ Er wies Treibstoffgerüchte als Unsinn zurück. Tombazis erklärte, die FIA wolle die Regeln mit ihren Zielen in Einklang bringen, da Teams mehr Ressourcen für Schlupflöcher hätten als das Governierungsorgan mit begrenztem Personal. Diese Entwicklungen unterstreichen die Herausforderungen der neuen Regeln, während Teams auf das Saisonauftakt-Rennen in Melbourne vorbereiten.