Beim ersten Vorsaisonstest in Bahrain haben Formel-1-Teams und Fahrer Alarm wegen der Sicherheit der neuen 2026er-Autos geschlagen, insbesondere hinsichtlich Rennstarts und Energiemanagements. McLaren-Teamchef Andrea Stella forderte sofortige Änderungen, um potenzielle Unfälle auf der Startaufstellung zu verhindern. Die Probleme resultieren aus dem Wegfall des MGU-H, das längere Turbolader-Anlaufzeiten erfordert und Starts erschwert.
Der Vorsaisonstest in Bahrain hat erhebliche Herausforderungen durch die Formel-1-Reglements von 2026 aufgezeigt, insbesondere bei den neuen Power Units mit einem 50/50-Verhältnis zwischen Elektro- und Verbrennungskraft. Fahrer wie Max Verstappen kritisierten die Autos als „wie Formel E auf Steroiden“, da übermäßiges Energiemanagement den Fahrstil beeinträchtigt, einschließlich Lifting und Coasting zum Aufladen der Batterien. Dies führt zu langsameren Kurvengeschwindigkeiten und Bedenken hinsichtlich Überholmanövern, da folgende Autos plötzliche Verzögerungen des Führers erleben könnten, der Energie harvestet. nA Hauptbedenken ist das Startverfahren. Ohne MGU-H benötigen Fahrer über 10 Sekunden, um die Turbolader anzulaufen, was das Risiko missglückter Starts erhöht. McLarens Andrea Stella betonte die Sicherheit und sagte: „Wir reden nicht darüber, wie schnell du in der Qualifying bist. Wir reden nicht über dein Renntempo. Wir reden über Sicherheit auf der Startaufstellung.“ Er verwies auf vergangene Vorfälle wie den Flugunfall von Mark Webber in Valencia und warnte vor ähnlichen Risiken, falls Autos am Start nicht einheitlich beschleunigen. nEin Vorfall bei einem Übungsstart nach der Session unterstrich diese Ängste, als Alpines Franco Colapinto bei der Reifenwärmung die Kontrolle verlor und auf das Gras neben stehenden Autos rutschte. McLarens Oscar Piastri bemerkte: „Ein Rudel von 22 Autos mit ein paar hundert Punkten weniger Abtrieb klingt für mich wie ein Rezept für eine Katastrophe.“ Ferrari soll laut Berichten Änderungen ablehnen, möglicherweise wegen eines Vorteils bei Starts, wie Lewis Hamiltons 22-Sekunden-Drehzahl während des Tests zeigt, die Technikexperte Sam Collins als absichtlich hinstellte. nStella forderte einfache Lösungen wie entspannte Startzeiten oder angepasste Grenzen für Energieeinsatz vor dem Großen Preis von Australien. Die F1-Kommission wird diese Themen besprechen, wobei die FIA aus Sicherheitsgründen eingreifen könnte. Trotz der Kritik forderten einige wie George Russell Geduld und wiesen darauf hin, dass sich die Reglements über drei Jahre weiterentwickeln werden.