Formula-1-Fahrer haben ihre ersten Reaktionen auf die neuen 2026er-Wagen nach der ersten offiziellen Testwoche in Bahrain abgegeben. Die Meinungen reichen von Freude an den zusätzlichen Herausforderungen bis hin zu Bedenken wegen geringeren Fahrspaßes im Vergleich zu früheren Reglements. Während einige die Unterschiede schätzen, warten andere auf die Rennergebnisse, um umfassendere Urteile zu fällen.
Der erste offizielle Test für die 2026er Formula-1-Wagen fand letzte Woche in Bahrain statt und erlaubte Medienzugang, im Gegensatz zum früheren geschlossenen Shakedown in Barcelona. Fahrer verschiedener Teams teilten ihre ersten Eindrücke und hoben Veränderungen in Handling, Grip und Energiemanagement durch die neuen Regeln hervor. Audi-Fahrer Gabriel Bortoleto beschrieb das Auto als sich wie eine Junioren-Serie anfühlend, mit weniger Grip, aber mehr Spielraum. „Es fühlt sich ein bisschen wie die Junioren-Serie an“, sagte er. „Man kann ein bisschen mehr damit spielen.“ Er merkte an, es sei langsamer als im Vorjahr, aber in seinen Unterschieden unterhaltsam. Ferrari-Fahrer Charles Leclerc fand auf neue Weise Spaß daran und konzentrierte sich auf Entwicklungsherausforderungen. „Ich finde den Spaß auf eine andere Weise“, erklärte Leclerc. „Die Herausforderung, dieses ganz neue System wirklich zu entwickeln, ist an sich etwas, das ich genossen habe.“ Aston-Martin-Fahrer Fernando Alonso betonte, auf Rennen warten zu müssen, um die Regeln voll zu bewerten. Er wies auf Kurve 12 in Bahrain hin, die nun 50 km/h langsamer gefahren wird, um Energie zu sparen, was den Bedarf an präziser Fahrkunst dort reduziert. „Der Koch kann das Auto in Kurve 12 bei dieser Geschwindigkeit fahren“, bemerkte Alonso. Red-Bull-Fahrer Max Verstappen war in seiner Kritik offen und nannte es „nicht sehr spaßig“ und eher wie „Formula E auf Steroiden“. Er bevorzugt Vollgas-Fahren ohne starke Einflüsse durch Energiemanagement. McLaren-Fahrer Lando Norris genoss die Erfahrung und nannte es das unterschiedlichste F1-Auto, das er gefahren hat, mit weniger Grip, aber mehr Leistung, was es kniffliger, aber spaßig macht. Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli fand es „ganz nett zu fahren“ und lobte die Wendigkeit und das geringere Gewicht trotz Traktionsproblemen. Alpine-Fahrer Pierre Gasly ging mit offenem Geist daran und erwartet eine rasche Evolution wie 2014. Haas-Fahrer Esteban Ocon sah es als neue Herausforderung, zu früh für ein Urteil, aber hoffnungsvoll für besseres Überholen. Williams-Fahrer Alex Albon merkte große Unterschiede zwischen Teams in Fahrstilen an. Cadillac-Fahrer Valtteri Bottas verglich es mit Autos von 2014-2016 und genoss das Rutschen und die Leistung. Liam Lawson nannte es „ziemlich tough“, mit viel Lernbedarf. Mit Fortsetzung der Tests könnten sich diese Ansichten entwickeln, insbesondere wenn das Rennen beginnt.