Formel-1-CEO Stefano Domenicali hat betont, dass potenzielle Gastgeber ihre langfristige finanzielle Nachhaltigkeit nachweisen müssen, bevor sie sich einen Platz im festen 24-Rennen-Kalender der Serie sichern können. Angesichts des weltweit wachsenden Interesses priorisiert die F1 mehrjährige Verträge, die Investitionen in die Infrastruktur und stabile Einnahmen gewährleisten. Domenicali wies verfrühte Ansprüche aus Orten wie Indien und Südafrika zurück und hob gleichzeitig laufende Vertragsverlängerungen in Schlüsselmärkten hervor.
Da die Popularität der Formel 1 weltweit zu Bewerbungen von Städten und Regierungen führt, betonte Serienchef und CEO Stefano Domenicali, dass einjährige Gastspiele nicht ausreichen. Gegenüber Autosport sagte er: 'Es geht darum, wie wir die Gewissheit haben können, dass wir, wenn wir an einen neuen Ort gehen, eine Vision für mehrere Jahre haben und es einen relevanten Markt gibt.' Die F1 verlangt den Nachweis einer Fanbasis und wirtschaftlicher Tragfähigkeit für Verträge mit einer Laufzeit von fünf bis zehn Jahren oder länger, was es den Veranstaltern ermöglicht, große Investitionen wie neue Fahrerlager oder Hospitality-Bereiche in Miami, Australien, Ungarn und Austin zu rechtfertigen. Der Großteil des Kalenders ist mittlerweile bis mindestens 2032 fixiert, wobei der Red Bull Ring in Österreich bis 2041 verlängert wurde und die Strecken in Melbourne, Madrid, Bahrain und Montreal für ein weiteres Jahrzehnt gesichert sind. Domenicali merkte an: 'Das ist etwas, das ich bei Investorengesprächen immer gesagt habe... es liegt daran, dass wir den Veranstalter bitten können, zu investieren.' Vorzeitige Ankündigungen, wie etwa die Behauptung indischer Beamter über eine Rückkehr im Jahr 2027 oder Spekulationen um Südafrika, wurden vom F1-Management ebenso zurückgewiesen wie Hoffnungen auf Argentinien, trotz des Aufstiegs von Fahrer Franco Colapinto. Nordamerika beherbergt bereits fünf Rennen – Miami, Montreal, Austin, Mexiko-Stadt und Las Vegas – und es gibt keine Pläne, weitere hinzuzufügen, es sei denn, ein bestehendes Rennen fällt weg, wie Mexiko, dessen Vertrag 2028 endet. Zu den vielversprechenden Bewerbungen gehören Stadtrennen in Bangkok, Thailand, und Incheon, Südkorea, wobei jedoch weiterhin politische Hürden bestehen. Domenicali bekräftigte die Ausgewogenheit des Kalenders zwischen Logistik und Kommerz und verwies auf kürzliche Anpassungen, wie die Platzierung Kanadas nach Miami, um Frachtemissionen zu reduzieren.