Williams-Pilot Carlos Sainz hat nach dem Großen Preis von Shanghai seine Bedenken hinsichtlich des Formel-1-Reglements für 2026 bekräftigt. Zwar lobte er das Energiemanagement auf der chinesischen Strecke, forderte jedoch Änderungen für Hochgeschwindigkeitskurse wie Monza und Spa, um das Racing zu verbessern.
Aufbauend auf seinen Warnungen vor der Saison bezüglich der übermäßigen Energierückgewinnung – die durch Max Verstappens Kritik, es handele sich um eine 'Formel E auf Steroiden', bestärkt wurden – äußerte Carlos Sainz nach der zweiten Saisonstation in Shanghai erneut Zweifel. 'Auf einer Strecke wie in China sind sie nicht so schlimm, da wir dort sehr energiereich unterwegs sind und viel Energie zurückgewinnen können', sagte Sainz. 'Aber ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass dies nicht die Formel 1 ist, wie ich sie sehen möchte.' Er wies auf Probleme an Strecken wie Melbourne, Monza und Spa hin und erklärte, dass das Reglement 'definitiv ein Überdenken benötigt'. Sainz hofft auf baldige Anpassungen: 'Ich hoffe sehr, dass es bald Änderungen geben wird, denn es ist nicht die beste Formel. Ich habe eine ideale Formel 1 im Kopf, und diese ist sehr weit davon entfernt.' Haas-Teamchef Ayao Komatsu riet zur Geduld und schlug vor, mindestens fünf Rennen für eine angemessene Bewertung abzuwarten: 'Man muss verschiedene Strecken sehen und dann entscheiden.' Vor dem Großen Preis von Japan sind keine Änderungen geplant. Der Kalender sah die Absagen von Dschidda und Bahrain, während der Große Preis von Kanada für den 22. bis 24. Mai geplant ist.