Im neuesten Kapitel der Debatte um das Formel-1-Reglement für 2026 hat Lewis Hamilton die neuen Regeln als das gelobt, 'was Rennsport sein sollte', und sich damit von der früheren Kritik von Max Verstappen distanziert. Vor dem Großen Preis von Japan betonte der Ferrari-Pilot die Zunahme an Überholmanövern und engen Zweikämpfen, ungeachtet der jüngsten Anpassungen der FIA beim Energiemanagement.
Lewis Hamilton äußerte am Donnerstag während des freien Trainings zum Großen Preis von Japan in Suzuka seine volle Unterstützung für das Formel-1-Reglement von 2026 und bezeichnete es als 'das, was Rennsport sein sollte'. Der siebenfache Weltmeister, der nun für Ferrari fährt, argumentierte, dass die Regeln ein 'Jo-Jo'-ähnliches Rennformat ähnlich dem Kartsport ermöglichen, das durch häufige Überholmanöver und Führungswechsel gekennzeichnet ist. 'Wenn man an den Kartsport zurückdenkt, ist es genau das Gleiche. Die Leute überholen sich ständig... Niemand hat jemals den Kartsport als Jo-Jo-Rennen bezeichnet. Es ist die beste Form des Rennsports', sagte er.
Hamilton merkte an, dass die Autos das engere Verfolgen in Hochgeschwindigkeitskurven ermöglichen – besser als in seinen bisherigen 20 Jahren in der F1 – und verglich dies mit seinem Duell gegen Nico Rosberg beim Großen Preis von Bahrain 2014. 'So sollte Rennsport sein. Es sollte ein ständiges Hin und Her sein', fügte er hinzu, in der Hoffnung, dass die anderen Teams die Leistungslücke schließen.
Diese positive Sichtweise steht im Kontrast zur Kritik zu Saisonbeginn nach dem Großen Preis von Australien, bei dem Fahrer wie Verstappen das Energiemanagement als 'Formel E auf Steroiden' und 'Mario Kart'-artig bezeichneten, wobei sie künstliche Überholmanöver und Sicherheitsrisiken am Start anführten. Verstappen nannte es 'einen Witz' und forderte Änderungen seitens der FIA.
Hamilton räumte ein, nicht jeden Aspekt zu lieben, wie etwa die Leistungsentfaltung oder den 'Straight Mode' mit aktiver Aerodynamik, lobte das leichtere, agilere Auto jedoch insgesamt als 'unterhaltsamer'. Vor Suzuka – einer bei Fahrern beliebten Strecke, die historisch jedoch schwer zu überholen ist – reduzierte die FIA die maximale Energierückgewinnung im Qualifying und begrenzte den 'Straight Mode' auf zwei Sektionen, um besseres Racing zu ermöglichen. Hamilton hofft, dass diese Anpassungen den Wettbewerb auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke verbessern.