Max Verstappen äußerte nach dem Großen Preis von Japan in Suzuka seine Frustration über die Leistung seines Red Bull RB22 sowie über das Formel-1-Reglement für 2026. Der vierfache Weltmeister konnte aufgrund von Problemen beim Energiemanagement den Alpine-Piloten Pierre Gasly nicht überholen und wies nach einem schweren Unfall von Oliver Bearman auf Sicherheitsbedenken hin. Verstappen schlug vor, Sicherheitsargumente zu nutzen, um Regeländerungen zu forcieren.
Nach drei Saisonrennen der F1-Saison 2026 belegt Max Verstappen mit 12 Punkten nur den neunten Platz in der Fahrerwertung, da sein Red Bull RB22 mit fehlendem Tempo zu kämpfen hat. In Suzuka, einer Strecke, die er liebt, schied Verstappen bereits in Q2 aus und verbrachte einen Großteil des Rennens hinter Gasly, ohne effektiv überholen zu können. „Ich war pro Runde ein kleines Stück schneller, aber man kann einfach nicht überholen – beziehungsweise man kann überholen, aber dann hat man auf der nächsten Geraden keine Batterie mehr“, sagte Verstappen nach dem Rennen gegenüber Reportern. Red Bull ist in der Konstrukteurswertung zudem hinter Alpine zurückgefallen. Verstappen machte das neue Motorenreglement und die Regeln zum Energiemanagement dafür verantwortlich, dass Überholen fast unmöglich sei, insbesondere auf Strecken wie Suzuka mit aufeinanderfolgenden langen Geraden und minimalen Lademöglichkeiten. Er beschrieb, wie der Einsatz der Batterieleistung auf einer Geraden dazu führe, dass auf der nächsten keine mehr verfügbar sei, was Angriffe ineffizient mache. „Es ist absolut ineffizient, das zu tun“, sagte er. Das Rennen wurde von einem 50G-Unfall des Haas-Piloten Oliver Bearman überschattet, nachdem er mit einer um 45 km/h höheren Geschwindigkeit auf Franco Colapintos Alpine aufgelaufen war, was auf Leistungsunterschiede zurückzuführen ist. Verstappen wies auf die Gefahren hin: „Ein Fahrer sitzt im Grunde komplett fest ohne Leistung, und der andere nutzt den ‚Mushroom-Modus‘, wodurch ein Unterschied von 50 km/h oder 60 km/h entstehen kann. Das ist wirklich sehr, sehr groß.“ Er merkte sarkastisch an, dass man das Thema Sicherheit anführen könnte, um die Korrekturen vor Miami zu beschleunigen. Trotz der Herausforderungen bleibt Verstappen motiviert und plant während der fünfwöchigen April-Pause Zeit mit der Familie sowie die Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Sein Ziel ist es, die Stabilität des Autos und den Motoreneinsatz zu verbessern.