Der Carol Shields Prize for Fiction hat seine Longlist für 2026 mit 15 Werken von Frauen und non-binären Autor:innen aus Kanada und den USA bekanntgegeben. Der Preis, der größte seiner Art, zeichnet den Gewinner mit 150.000 US-Dollar aus. Vier Autor:innen mit kanadischen Verbindungen sind unter den Nominierten.
Der Carol Shields Prize for Fiction, der erste und größte englischsprachige Literaturpreis, der Kreativität und Exzellenz in der Fiktion von Frauen und non-binären Autor:innen in Kanada und den USA feiert, hat am 10. März 2026 seine Longlist für 2026 bekanntgegeben. Die Liste umfasst 15 Bücher, die englischsprachigen Werken, einschließlich Übersetzungen, die in den USA oder Kanada veröffentlicht wurden, offenstehen, wobei die Autor:innen Bürger:innen oder ständige Einwohner:innen dieser Länder sein müssen. Zu den longlistierten Titeln gehören Audition von Katie Kitamura, das auf der Shortlist des Booker Prize 2025 stand, und A Guardian and a Thief von Megha Majumdar, das in Bookends with Mattea Roach vorgestellt wurde. Cannon von Lee Lai ist der einzige Graphic Novel auf der Liste. Vier Autor:innen mit kanadischen Verbindungen haben es geschafft: Jaime Burnet für den Roman milktooth, über eine Frau, die sich missbräuchlichem Verhalten in ihrer Beziehung stellt; Nina Dunic für die Kurzgeschichtensammlung Suddenly Light, die die Freuden und Herausforderungen des Lebens erforscht; Lee Lai für Cannon, in dem eine Köchin ihren Arbeitsplatz zerstört und Verständnis von einer Freundin sucht; und Amanda Leduc für Wild Life, die Geschichte einer Missionarin, die von sprechenden Hyänen gerettet wird, was zu einer neuen Religion und einer Auseinandersetzung mit der Wildheit führt. Die vollständige Longlist umfasst: The Edge of Water von Olufunke Grace Bankole; Sea, Poison von Caren Beilin; milktooth von Jaime Burnet; Suddenly Light von Nina Dunic; Canticle von Janet Rich Edwards; Hellions von Julia Elliott; Casualties of Truth von Lauren Francis-Sharma; The White Hot von Quiara Alegría Hudes; Audition von Katie Kitamura; Cannon von Lee Lai; Wild Life von Amanda Leduc; A Guardian and a Thief von Megha Majumdar; The Morgue Keeper von Ruyan Meng; The Sea Gives Up the Dead von Molly Olguín; und Lion von Sonya Walger. Juryvorsitzende Carmen Maria Machado erklärte: „Es war eine Ehre und ein Privileg, dieses Werk von Frauen und non-binären Autor:innen zu begegnen, die einige der aufregendsten Literatur schreiben, die ich seit Langem gesehen habe.“ Die Jury umfasst ferner die kanadische Schriftstellerin Ivan Coyote, die Métis-Schriftstellerin Cherie Dimaline sowie die US-amerikanischen Autorinnen Chitra Divakaruni und Deesha Philyaw. Die Shortlist wird am 21. April bekanntgegeben, der Gewinner wird am 2. Juni in Toronto angekündigt. Der Gewinner erhält 150.000 US-Dollar (ca. 205.350 CAD), während jede der anderen vier Shortlist-Autor:innen 12.500 US-Dollar (ca. 17.099 CAD) erhält. Der Preis wurde von Susan Swan, Janice Zawerbny und Don Oravec gegründet. Die Gewinnerin des Vorjahres war Canisia Lubrin für Code Noir. Der Preis ist nach Carol Shields benannt, einer der bekanntesten kanadischen Schriftstellerinnen, deren Romane The Stone Diaries umfassen, das 1992 den Governor General's Literary Award for Fiction und 1993 den Pulitzer Prize for Fiction gewann, sowie Larry's Party und Unless. Sie starb 2003.