Die Booker Prize Foundation hat die sechs Bücher bekannt gegeben, die für den International Booker Prize 2026 in die engere Wahl gekommen sind. Dies folgt auf eine im Februar veröffentlichte Longlist mit 13 Titeln. Der Gewinner wird am 19. Mai bekannt gegeben.
Der International Booker Prize würdigt die besten Werke der erzählenden Prosa oder Kurzgeschichtensammlungen, die zwischen dem 1. Mai 2025 und dem 30. April 2026 ins Englische übersetzt und im Vereinigten Königreich oder in Irland veröffentlicht wurden. Die Organisatoren haben die Longlist vom Februar am 31. März auf diese sechs Finalisten reduziert. Der siegreiche Autor und Übersetzer erhalten gemeinsam ein Preisgeld von 50.000 £, während jedes der in die engere Wahl gezogenen Werke mit 5.000 £ prämiert wird, aufgeteilt zwischen Autor und Übersetzer. Die nominierten Bücher sind: - Taiwan Travelogue von Yáng Shuāng-zǐ, aus dem Mandarin-Chinesischen übersetzt von Lin King: „Eine bittersüße Geschichte über die Liebe zwischen zwei Frauen, eingebettet in eine kunstvolle Erkundung von Sprache, Geschichte und Macht.“ - The Witch von Marie NDiaye, aus dem Französischen übersetzt von Jordan Stump: „Eine mittelmäßige Hexe in einer mittelmäßigen Ehe versucht, ihre Gaben an ihre Zwillingsstöchter weiterzugeben, bei denen sich herausstellt, dass sie über Fähigkeiten verfügen, die weit über ihre eigenen hinausgehen.“ - On Earth As It Is Beneath von Ana Paula Maia, aus dem Portugiesischen übersetzt von Padma Viswanathan: „Ein beunruhigender Roman, der uns in eine isolierte Gruppe von Männern versetzt, deren Bindungen auf eine Weise zerbrechen, die schwer zu begreifen und zugleich unmöglich zu ignorieren ist.“ - The Director von Daniel Kehlmann, aus dem Deutschen übersetzt von Ross Benjamin: „Ein Künstlerleben und ein Pakt mit dem Teufel: ein Roman über die gefährlichen Illusionen der Leinwand.“ - She Who Remains von Rene Karabash, aus dem Bulgarischen übersetzt von Izidora Angel: „Ein düsterer und poetischer Roman über Identität, Geschlecht, Liebe, Freiheit und gesellschaftliche Normen.“ - The Nights Are Quiet in Tehran von Shida Bazyar, aus dem Deutschen übersetzt von Ruth Martin: „Über vier Jahrzehnte hinweg, von 1979 bis 2009, erzählt, ist dies ein polyphoner Roman über die Flucht einer Familie aus dem Iran und ihre Rückkehr.“