Vier Geschwister aus New Jersey beschuldigen den Nachlass von Michael Jackson, jahrelangen sexuellen Missbrauch durch den verstorbenen Sänger ermöglicht und vertuscht zu haben. Dies geht aus einer im Februar eingereichten Bundesklage hervor. Die Anschuldigungen erregten erneut Aufmerksamkeit, nachdem die Kläger am Tag der Kinopremiere des Biopics 'Michael' mit der New York Times sprachen. Der Nachlass weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als 'verzweifelten Versuch, an Geld zu gelangen'.
Edward Joseph Cascio, Dominic Savini Cascio, Marie-Nicole Porte und Aldo Cascio reichten die Klage bei einem Bundesgericht in Los Angeles ein. Sie behaupten, Michael Jackson habe sie unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und sexuell missbraucht, als einige von ihnen erst sieben oder acht Jahre alt waren. Die Klage besagt, dass sich der Missbrauch über mehr als ein Jahrzehnt an verschiedenen Orten ereignete, darunter im Elternhaus der Familie in New Jersey, auf der Neverland Ranch sowie in den Wohnsitzen von Elizabeth Taylor und Elton John. Jackson soll laut der Klageschrift Codenamen wie 'Yogi Tea' für sexuelle Handlungen, 'Jesus Juice' für Wein und 'Disney Juice' für hochprozentigen Alkohol verwendet haben, während er die Kinder mit Drogen, Alkohol und Kinderpornografie versorgte. Mitglieder der Jackson-Organisation hätten den Missbrauch beobachtet und ermöglicht, so die Einreichung, in der auch die Nachlassverwalter John Branca und John McClain sowie der Privatdetektiv Herman Weisberg als Beklagte genannt werden. Die Geschwister betonen, Jackson habe sie durch Geschenke, Zugang zu Prominenten und die Behauptung, sie seien seine 'wahre Familie', systematisch gefügig gemacht (Grooming).