Die Präsidenten José Antonio Kast und Rodrigo Paz hielten 2026 drei Treffen ab, bei denen Sicherheit und Migration im Mittelpunkt standen, während Bolivien die Ernennung eines Botschafters in Chile vorbereitet.
Die Staatschefs trafen sich im Januar in Panama, im März in Miami und am 30. Juni in Asunción. Bei diesen Begegnungen befassten sie sich mit Grenzsicherheit, irregulärer Migration und organisierter Kriminalität.
Der bolivianische Außenminister Fernando Aramayo erklärte am 2. Juli, dass seine Regierung in den kommenden Wochen diplomatische Vertreter für Chile und andere vorrangige Länder ernennen werde. Er stellte jedoch klar, dass die Ernennung von Botschaftern nicht sofort die vollen diplomatischen Beziehungen wiederherstelle, die seit 1978 ausgesetzt sind.
Die Analysten Marcelo Pérez und Alfonso Díaz wiesen darauf hin, dass die aktuelle bilaterale Agenda die praktische Zusammenarbeit über die Forderung nach einem Meereszugang stelle. Daniela Franco warnte, dass die interne Wirtschaftskrise Boliviens weitere Fortschritte begrenzen könnte.
Beide Länder unterhalten konsularische Beziehungen, die den Handel und die Unterstützung von Bürgern erleichtern, obwohl weiterhin strukturelle Hindernisse für eine vollständige Normalisierung bestehen.