Kolumbien verzeichnete 2025 einen Rekord von 1,1 Millionen neuen Motorrädern, ein Plus von 34,94 % gegenüber 2024, was seine Position als zehnter größter Markt weltweit festigt. Marken wie Bajaj, AKT und Yamaha führten die Verkäufe mit deutlichen Zuwächsen an. Dieser Boom unterstreicht die wirtschaftliche und soziale Bedeutung von Motorrädern im Land.
Der Motorradmarkt in Kolumbien schloss 2025 mit 1,1 Millionen neu zugelassenen Einheiten ab, laut Daten von Andi und Fenalco aus dem Runt. Dies entspricht einem Wachstum von 34,94 % gegenüber den 815.296 Einheiten aus 2024. Bajaj führte mit 180.572 verkauften Einheiten, einem Zuwachs von 43,99 % und 16,41 % Marktanteil. AKT folgte mit 175.555 Einheiten (+26,98 %, 15,96 %) und Yamaha mit 167.512 (+5,84 %, 15,23 %). Suzuki belegte Platz vier mit 167.394 Einheiten (+34,56 %, 15,22 %), Honda kam auf 136.457.
Dieser Meilenstein platziert Kolumbien unter den globalen Top 10, überholt Taiwan (705.703 Einheiten) und rückt Thailand (1,19 Millionen) näher. Im Dezember 2025 wurden 112.310 Motorräder zugelassen, 25,86 % mehr als im Vorjahr, angeführt von Bajaj, AKT und Suzuki. Regionen wie Cundinamarca, Antioquia und Valle del Cauca machten 45,56 % der Verkäufe aus.
Der Sektor schafft über 80.000 formelle Arbeitsplätze und trägt 7,1 % zum industriellen BIP bei, mit 11 Montagewerken und einer Gesamtflotte von 13,5 Millionen Motorrädern. Über 12 Millionen Kolumbianer besitzen ein Motorrad und absolvieren täglich 50 Millionen Fahrten, hauptsächlich einkommensschwache Arbeitnehmer.
SOAT-Verkäufe für Motorräder stiegen um 35,61 % auf über eine Million Policen, mit dem höchsten Zuwachs im Juli (114.727 Einheiten). Finanzierungsoptionen wie von Grupo UMA für Bajaj (40-45 % der Verkäufe) und Honda mit ProgreSER erleichtern den Zugang. Benzinmotoren dominieren jedoch, während Elektromodelle aufgrund fehlender Infrastruktur nur langsam vorankommen.
„Kolumbien gehört zu den 10 größten Motorradmärkten der Welt“, sagte Pedro Nel Quijano, Präsident von Aconauto. Iván García von der Andi-Motorradkammer betonte die Inklusion: „Das Motorrad verbindet Territorien und eröffnet Chancen für die, die am wenigsten haben.“