Die Kaffeeproduktion Kolumbiens sank im Januar 2026 um 34 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres und belief sich auf nur 893.000 Säcke à 60 kg. Der Nationale Verband der Kaffeproduzenten führt diesen Rückgang auf Klimaschocks, Wechselkursaufwertung und Volatilität internationaler Preise zurück. Dennoch stiegen die Exporte über die letzten 12 Monate leicht an.
Der Kaffeesektor Kolumbiens ringt zu Jahresbeginn 2026 mit großen Herausforderungen, geprägt von einem starken Produktionsrückgang. Der Nationale Verband der Kaffeproduzenten (Fedecafé) berichtet, dass die Januarproduktion 893.000 Säcke à 60 kg umfasste, ein Rückgang um 34 Prozent gegenüber 1,35 Millionen Säcken im Januar 2025. Dieser Einbruch setzt die Belastungen vom Ende 2025 fort, die durch anhaltende Klimaprobleme bedingt sind. Bei den Exporten verschickte Kolumbien in den vergangenen 12 Monaten 12,8 Millionen Säcke ins Ausland, ein Anstieg um 3 Prozent gegenüber den vorherigen 12,5 Millionen. Die Vorräte sind jedoch auf 1,10 Millionen Säcke im Januar 2026 von 1,18 Millionen im Dezember gesunken, ein monatlicher Rückgang um 78.000 Säcke. Das Nationale Verwaltungsdepartement für Statistik (Dane) stellte fest, dass die Kaffeeexporte 2025 um 70,6 Prozent gestiegen sind und 38 Prozent des gesamten Agrarsektors ausmachten. Diese Entwicklung erzeugte einen wirtschaftlichen Effekt von 20 Billionen Pesos und unterstützte 23 Regionen im Land. Der Gewerkschaftsmanager von Fedecafé hob in sozialen Medien hervor, dass neben Klimaschocks die Aufwertung des Wechselkurses und Schwankungen internationaler Preise die Produzenten belastet haben. Der Verband betonte: „Dies spiegelt die Sensibilität des Kaffees gegenüber Klimaschocks und internationaler Volatilität wider.“ Daraufhin hebt Fedecafé den Fonds zur Stabilisierung der Kaffeepreise als entscheidendes Mittel hervor, um die Familiengehälter der Kaffeepflanzer zu schützen und Marktrisiken abzufedern.